Dschungel-Trekking

Am 16.04. startete unsere erste Trekkingtour. Wir wollten endlich den Dschungel von Thailand sehen! So wurden wir am Vormittag mit weiteren Wanderlustigen zu unserem Startpunkt im ca. zwei Stunden entfernten Doi Inthanon Nationalpark gebracht. Ab hier ging es mit unserem Guide Rambo zu Fuß weiter. Bei mindestens 40 Grad lief uns dabei mächtig der Schweiß. An einem kleinen Bach machten wir jedoch bald Halt, um Mittag zu essen. Es gab in Bananenblätter eingewickelten gebratenen Reis, welcher uns richtig gut schmeckte!

Nach einer kurzen Pause ging es weiter und der nächste Streckenabschnitt brachte uns an unsere Grenzen. Wir hatten zwar nur einen kleinen Rucksack und die Strecke war nicht wirklich weit, doch es ging oft steil bergauf und das „Up! Up! Up!“ wurde uns zudem durch die extreme Hitze erschwert. Jeder trank am Tag mindestens drei Liter und der Kreislauf hatte dennoch stark zu kämpfen. So kam es allen entgegen, wenn für unser schwächstes Gruppenmitglied die eine oder andere Zusatzpause einlegen werden mussten. Da wurde keiner böse. 😉

Auch wir spürten die Anstrengung durch schwerfälliges Atmen, kurzzeitig ein wenig Übelkeit und in einigen Momenten haben wir sogar kurz gefroren anstatt zu schwitzen. Da wusste der Körper nicht mehr, was er tun sollte. Es war also wirklich eine gute Herausforderung und damit hatte keiner aus der Gruppe gerechnet. Doch wir teilten alle das gleiche Schicksal und bissen die Zähne zusammen. Dennoch konnte die neue und fantastische Landschaft in vollen Zügen genossen werden und schon bald wurde auch der versprochenen Wasserfall erreicht. Hier konnten wir ausgiebig baden, uns abkühlen und die große Mittagshitze abwarten.

Nach dieser langen Pause waren wir wieder fit für den letzten Streckenabschnitt und erreichten schon bald unsere Unterkunft, eine kleine Holzhütte in einem winzigen Dschungeldorf. Den Tag ließen wir mit Bier, interessanten Gesprächen, leckerem Abendbrot sowie bei einem späten Lagerfeuer ausklingen. Unsere Gruppe war sehr multikulturell und es gab viele verschiedene Weltenbummler-Geschichten über vergangene oder geplante Reisen. Natürlich wurden vor allem Thailanderfahrungen ausgetauscht, aber auch der erste Kontakt für Südamerika geknüpft.

Nun stand die Nacht bevor. Wir schliefen alle recht spät, aber dennoch gut auf dem nahezu bloßen Holzboden ein. Der Dschungel wollte nicht schlafen gehen und es war alles andere als still. Wir waren jedoch so geschafft, dass diese Umstände keinen von uns lange wach hielten. Unsere Dusche in dieser Unterkunft war ein großer Eimer mit einem kleinen Schöpfbecher. Aber wie auch immer – „Duschen“ musste nach so einem Tag unbedingt sein! 🙂

Am nächsten Morgen teilte sich die Gruppe. Die meisten haben nur eine Übernachtung im Dschungel gebucht. Für uns ging es jedoch noch ein weiteres Mal auf Wanderschaft. Zwei mal zwei Stunden fleißiges Wandern wurde angekündigt. Mit drei Briten und einem Brasilianer sowie unserem neuen Guide Tommy brachen wir auf. Mit uns verließ das Dorf ein kleiner Hund – fast noch ein Welpe. Er schloss sich uns an und lief den gesamten Tag tapfer mit. Er wurde sogleich von allen ins Herz geschlossen und von den Engländern wurde er abends sogar noch mitgewaschen. Dieses Mal war unsere Dusche eine in Fels ausgespülte „Badewanne“ in einem großen Bach.

Nach dem Abendbrot (wir konnten noch zusehen, wie unser Hühnchen frisch geschlachtet wurde), unterhielten uns drei einheimische Brüder, die uns vor Ort auch versorgten, mit Zaubertricks und einem lustigen Geschicklichkeitsspiel. Wer dabei verlor, bekam Ruß von einer großen Pfanne ins Gesicht geschmiert. Dabei fühlten wir uns doch gerade so schön sauber und gewaschen! Es war ein echt schöner Abend.

Am nächsten Tag stand uns nur ein sehr kurzer Lauf bevor, zu unserer großen Freude immer noch mit unserem neuen Gruppenmitglied, dem kleinen Hund. Dann war die Wandertour jedoch soweit beendet. Wir verabschiedeten uns von unserem neuen Freund und wurden endlich zu den Elefanten gebracht, konnten sie füttern, streicheln und auch auf ihnen reiten und uns gut durchschütteln lassen. Unsere letzte Station war jedoch noch eine Fahrt mit einem Bambus-Floß in einem fast ausgetrockneten Fluss. Es war lustig und manchmal mussten wir vom Floß springen, um es durch das flache Wasser zu ziehen oder zu schieben.


Nun stand nur noch die Heimfahrt bevor. Wir wurden ins Hotel gebracht und waren inzwischen wieder ganz hungrig. So liefen wir in die Altstadt von Chiang Mai, aßen zu Abwechslung einen großen Burger und schauten uns den Wat Chedi Luang noch einmal bei Nacht an. Als wir zur BMP Residence zurückkehrten, saßen bereits ein paar von unseren Wandergefährten bei Live-Musik und einem Bier in unserem „Cocktail Corner“. Wir gesellten uns dazu und hatten noch einen weiteren tollen gemeinsamen Abend. Damit war dieses Erlebnis für uns abgeschlossen. Doch so etwas müssen wir unbedingt wiederholen! Es waren ein paar echt schöne und beeindruckende Tage und auch die Atmosphäre in der Gruppe war klasse und machte Lust auf mehr!


 

Hitzige Grüße aus Thailand

Lisa & Anne

 

Hier geht es zu allen Bildern der Trekking-Tour!

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Anne Matthes Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. Olaf und Heike
    21. April 2016

    Der Dschungel war ja für euch ein spannendes Abenteuer mit Strapazen, die man gerne im Kauf nimmt. Toll!

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