Adamanensee

Krabi

Als erster Stop an der Westküste von Thailand stand Krabi auf dem Programm. Auf Koh Samui starteten wir gegen Mittag. Zehn Stunden und sechs verschiedene Fahrzeuge später hatten wir endlich unsere letzte Station auf dem thailändischen Festland erreicht.

Den ersten Tag verbrachten wir mit einem Spaziergang entlang des Krabi River, einem Ausläufer der Adamanensee, der uns zu den Wahrzeichen der Stadt führte: Khao Khanap Nam – zwei 100 Meter hohe Felsen, die entlang des Flusses aufragen. In diesen befinden sich sogar Höhlen (engl. Cave), die wir am nächsten Tag bei einer Bootstour besichtigten.

Zuvor besuchten wir aber noch den Tiger Cave. Dabei nahmen wir einen der lokalen „Busse“, der uns am Tiger Cave Tempel absetzte. Dort sind wir das erste Mal mit Affen in Kontakt gekommen, haben die Tropfsteinhöhlen erkundet und urige Dschungelbäume bestaunt.

Im Anschluss erklommen wir einen Berg, zu dessen Gipfel 1250 Stufen führten (wobei einige davon doppelt so hoch wie gewohnt waren!). Auf dem Gipfel befand sich nochmal ein riesiger Buddha – vor allem hat sich der Aufstieg aber für die atemberaubende Aussicht gelohnt!

Am Abend machten wir die besagte Bootstour zu den Khao Khanap Nam und besichtigten als erstes eine Höhle. Auch hier wurden wir beim Anlegen wieder von Affen begrüßt.

Durch Mangrovenwälder, die rund um Krabi herum wachsen, fuhren wir zu einer Fischfarm. Dort werden in kleinen Becken die verschiedensten Fischarten gezüchtet. Darunter auch Thunfisch, Krabben, Hummer und kleine Fische, die mit ihrem Mund einen Wasserstrahl aus dem Wasser spritzen können, um Insekten an der Wasseroberfläche abzuschießen. Uns wurde dieser Trick mit Hilfe von Papierkügelchen gezeigt.

Am nächsten Tag entspannten wir. Nachmittags lief Anne noch einmal durch die ganze Stadt bis zur südlichen Spitze und an das Pier, um einen Blick auf das offene Meer zu erlangen. Am Horizont war dabei sogar Chicken Island zu sehen (lohnt sich zu googeln!). Sogar ein Kolibri zeigte sich auf der kleinen Wanderung.


Koh Phi Phi

Mit der Fähre setzten wir nach Koh Phi Phi über, wo wir für die nächsten zwei Nächte auf der Hauptinsel Phi Phi Don wohnten. Diese ist wie ein H geformt und lediglich der „Querbalken“ ist bebaut, da der Rest der Insel nur aus steil aufragenden Felswänden besteht. Die Insel ist einzig und allein auf den Tourismus ausgelegt. In den Straßen wiederholen sich immer wieder die gleichen Geschäfte (Touristeninfos, Tauchershops, Supermärkte, Restaurants, Bars, Apotheken, Souvenirläden und Hostels) in unterschiedlicher Reihenfolge. Nach unserem Einzug ins Hostel machten wir uns gleich auf den Weg zum Aussichtspunkt. Von dort hatten wir eine wunderbare Sicht auf den Hafen, den Strand und die riesigen mit Dschungel bewachsenen Felsen!

Am Strand findet jeden Abend Feuershows statt mit anschließenden Trinkspiele – so wie es uns aus Koh Phangan bereits bekannt war. Nur war auf Koh Phi Phi wesentlich mehr los!

An unserem einzigen vollen Tag auf der Insel machten wir einen Ausflug, um uns Phi Phi Lay, ebenfalls zu den Phi Phi Islands gehörend, anzuschauen. Dabei machten wir an der Monkey Bay Halt, die wir mit dem Kanu erreichten und an der uns mehr oder weniger gut gelaunte Affen erwarteten.

Anschließend ging es zum Viking Cave. Dieser ist nur für wenige Thais zugänglich, welche in dieser Höhle leben, Schwalben züchten und deren Nester als Delikatesse (hauptsächlich an Chinesen) verkaufen. Solch eine Schwalbennestsuppe ist jedoch kein günstiges Vergnügen.

Nachdem wir an der Pileh Bay Kanu fahren und schnorcheln konnten, ging es zur Maya Bay, die aus dem Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio bekannt ist. Da unser Boot aber zu groß, war konnten wir nicht direkt zum Strand fahren, sondern mussten diesen über die Loh Sama Bay erreichen. Dabei mussten wir uns vom Boot aus und entlang eines Seils zur Klippe schwimmen. Dort hing ein Netz, über das man die steile Felswand erklimmen musste. Zusätzlich war sehr starker Wellengang, der sogar erfahrene einheimische Kanufahrer die Kontrolle über das Boot verliere lies. Wir gelangten jedoch heil zur Maya Bay und genossen die Sonne. Auf dem Rückweg kletterten wir jedoch durch ein kleines Loch im Felsen, um den Abstieg über das Netz aus dem Weg zu gehen. Aber auch hier mussten wir uns an die Seile klammern, um nicht weggespült zu werden.

Zum Sonnenuntergang ging es zurück nach Phi Phi Don, wo wir uns einen Eindruck vom Thai Boxen verschafften und mit ein paar Leuten von der Bootstour die Bars durchstreiften.


Phuket

Unser letzter Stop in Thailand war die Insel Phuket. Hier wohnten wir in der Altstadt, wo uns ein komplett anderes Stadtbild begegnete: Aufgrund portugiesischer Handelsleute wurde die Altstadt im Kolonialstil erbaut. Dazwischen befinden sich überall chinesische Lampions und Tempel, da die Bevölkerung von Phuket zu einem Großteil von chinesischen Einwanderern abstammt. Dabei kamen uns die chinesischen Tempel wie Figurensammlungen vor (zum Teil auch etwas gruselig 🙂 ).

Mit unseren letzten Tagen in Thailand kam endlich auch der Regen ins Land zurück. Unsere Fahrt zum westlichen Strand der Insel konnte unsere Badeerwartungen leider nicht erfüllen. Die Wellen waren viel zu hoch und Baden verboten.

Einen letzten Ausflug buchten wir, um uns die berühmte „James Bond Island“ anzusehen. Während des Tages besuchten wir eine Höhle mit Fledermäusen und wurden dabei die ganze Zeit von einem freundlichen Kanufahrer herumgepaddelt. Dieser zeigte uns zudem, wie man Rosen aus aufgeweichten Palmenblättern bastelte.

Am Ende des Tages erreichten wir die James Bond Island. Diese wurde als Spielort für einen James-Bond-Film genutzt und erhielt somit ihren Namen. Leider war dieser Ort wieder mit unzähligen Touris und Souvenirständen überfüllt. Auch der freistehende Stein im Wasser war kleiner als erwartet.

Während der Heimfahrt mit dem Schiff wurden wir von ein paar Seeadlern begleitet, die die Bootscrew extra für uns heranlockten. Insgesamt zählten wir 18 Vögel!

Den letzten Abend in Phuket ließen wir nochmal in der Altstadt ausklingen, wo wir glücklicherweise die „Walking Street“, ein Nachtmarkt, miterleben durften. Außerdem besuchten wir noch das Katzencafé (Anne wurde genötigt!) und machten einen Tagesausflug zu dem großen Einkaufszentrum „Central Festival“.

Mit der Abreise von Phuket über Satun (Übernachtung im „Knast“) nach Langkawi ist die Zeit in Thailand nun auch schon vorbei.


Was uns noch so aufgefallen ist

Thailand ist wirklich das Land des Lächelns. Nicht alle, aber ziemlich viele Thais kommen dir lächelnd entgegen. Wenn das einmal nicht der Fall ist und man selbst zuerst lächelt, ist dann dennoch meist ein breites und freundliches Grinsen garantiert. Vor allem nach Bangkok war uns das aufgefallen.

Zudem sind die Thailänder extrem Handy-süchtig! Egal ob hinter dem Souvenirstand, beim Warten auf Gäste im Restaurant, an der Rezeption im Hostel oder an der Kasse: Überall werden auf dem Handy oder Tablet Serien geschaut oder mit Freunden via Video telefoniert. Verrückt.

Auch war es in Thailand keineswegs schlimm, unvorbereitet aus dem Hostel zu springen. War einmal der Weg zum Ziel nicht ganz klar, so bekam man von jedem Hilfe, den man ansprach (oder auch nicht). Auch Englisch wurde von allen Generationen ziemlich gut beherrscht. Einfach genial!

Wir waren zwar zur heißesten Jahreszeit hier, allerdings hatten wir somit keine Mückenprobleme und auch die Nebensaison war für uns von Vorteil. Wir möchten gar nicht wissen, wie manche Inseln zur Hauptsaison von all den Backpackern und Touris überrannt werden. Somit konnten wir das Paradies und die Idylle wirklich sehr gut genießen. Einziger Nachteil: Viele Wasserfälle waren leider völlig ausgetrocknet, doch wir kommen gern wieder einmal zurück.
Tschüss Thailand und bis bald!

Liebe Grüße
Anne & Lisa

Hier geht es zu den Bildern von Krabi, Koh Phi Phi und Phuket.

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Anne Matthes Verfasst von:

4 Kommentare

  1. Olaf und Heike
    29. Mai 2016

    Tolle Fotos. Wir sind sehr neugierig, was ihr noch alles erleben werdet. Viel Spaß in Malaysia. LG

  2. Mathias
    30. Mai 2016

    Super!!! Beim Betrachten der Phi Phi Fotos bekomme ich stets schlimmstes Fernweh 🙂 Viel Spaß weiterhin. Falls Ihr Infos zu Kuala Lumpur benötigt, kurze Info. LG M.

  3. Oma Helga
    31. Mai 2016

    Hallo ihr Beide, habe gespannt euren erneuten Bericht gelesen. Die vielen Fotos sind ja wieder herrlich anzusehen. Nun seit ihr wohl in Malaysia? Weiterhin viel Freude und viele schöne Erlebnisse. Bleibt gesund und munter.
    Viele liebe Grüße aus Hoprie Oma

  4. MuV
    31. Mai 2016

    Super interessanter Bericht und Fotos. Bald hab ich Vati so weit 🙂

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