Perhentian Islands

Back to Paradise! Mit diesen Erwartungen steuerten wir unser nächstes Ziel an: Die Perhentian Islands. Die Inselgruppe befindet sich im Nordosten von Malaysia. Wir hofften jedoch, dass wir sicher und unversehrt an unser Ziel gebracht werden: Von den Cameron Highlands holte uns ein Minivan ab, dessen Fahrer sich die ganze Zeit mit Schlägen auf den Hinterkopf wach zu halten versuchte. Zudem bevorzugte es auf der rechten Spur zu fahren (was okay gewesen wäre, würde es in Südostasien nicht Linksverkehr geben). Dabei schreckte er auch nicht davor zurück, in Kurven und der uneinsichtigen Gebirgslandschaft zu wirklich riskanten Überholmanövern anzusetzen. Schließlich erreichten wir Kota Bharu. Von dort setzten wir mit der Fähre zu der kleineren Insel, Pulau Perhentian Kecil, über. Auch hier wurden wir ordentlich durchgeschüttelt, denn bei der Fähre handelte es sich um ein Schnellboot. Nach einer einstündigen Fahrt wurden wir direkt am Long Beach abgesetzt. Das heißt: Schuhe aus, Rucksack auf und direkt vom Boot in die auslaufenden Wellen springen. Anschließend machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft und fanden schließlich ein Bungalow im Matahari Hotel.


Pulau Perhentian Kecil besitzt viele kleine Buchten mit Stränden, die von Urlaubsunterkünften gesäumt sind. Außer einem kleinen Fischerdorf mit einer Moschee gibt es keine größere Ortschaft oder gar einen Geldautomaten oder Supermarkt auf der Insel.

Den ersten Abend verbrachten wir gemütlich am Strand, aßen Burger, schauten bei einer Feuershow zu und genossen die Musik. Auf dem Weg nach Hause trafen wir noch zwei Jungs, die in unserem Hotel arbeiteten (Paw und Midie). Die beiden suchten im Sand nach leuchtendem Plankton, das blau leuchtet, sobald man es berührt bzw. es unter Stress steht. Wir schlossen uns den beiden an und durchkämmten gemeinsam den Sand und wurden am Ende sogar fündig! Für den nächsten Tag verabredeten wir uns zum Nachtschnorcheln, um dort noch mehr von dem Phytoplankton zu finden.


Auch den Sonnenaufgang sahen wir uns gemeinsam an. Dafür verabredeten wir uns um 6:30 Uhr am Strand. Da dieser Morgen auch den Beginn des Ramadan, dem islamischen Fastenmonat, einläutete, waren die Jungs sowieso schon wach. Denn in dieser Zeit dürfen Muslime nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang keine Speisen und Getränke zu sich nehmen, dürfen nicht rauchen und beispielsweise auch nicht baden gehen, da so ja Wasser in den Körper gelangen könnte.
An diesem Morgen war die Sonne zwar nicht zu sehen, aber wie bei einem Gemälde waren die Wolken in die verschiedensten Rot- und Orangetöne getaucht.


Nach dem Sonnenaufgang legten wir uns noch einmal hin und verbrachten den Rest des Tages am Strand. Erst schwammen wir am Long Beach und badeten uns anschließend in der Coral Bay in der Sonne. Diese Bucht liegt auf der anderen Seite der Insel und ist über einen kleinen Trampelpfad zu erreichen. Hier lagen überall von Korallenteile im Sand. Bereits im flachen Wasser konnten wir verschiedene Fischarten beobachten, wie z. B. einen Clownsfisch, der in seiner Anemone hin- und herschwamm.

Am Nachmittag kletterte Anne noch gemeinsam mit Midie auf eine kleine Aussichtsplattform der Insel. Von dort aus hatte man eine gute Sicht über die verschiedenen Strände. Einen besonders guten Blick konnte man über die D’Lagoon erhaschen, zu der wir noch herunterkletterten. Hier ging der Weg jedoch über eine gruselige und verfallene Treppe. Dabei hielt es Midie jedoch nicht ohne Trinken (Ramadan!) aus und gönnte sich eine Cola sowie eine Zigarette. Das ist ja überall das Gleiche mit der Jugend und auch einfach nur ein bisschen menschlich. Das durfte Anne allerdings keinem verraten – also pssst!


Am Abend ging es dann zum Nachtschnorcheln! In der Lobby des Hotels versammelten wir uns, packten die Schnorchelausrüstung zusammen und bekamen noch etwas Angst gemacht, indem uns von Haien und Stachelrochen erzählt wurde. Davon gab es aber keine Spur. Neben kleinen, farblosen Fischen sahen wir lediglich einen großen Kugelfisch. Der Meeresboden war zudem von Seeigeln und Seegurken bedeckt. An manchen Stellen schalteten wir unsere Taschenlampen aus und strampelten wild um uns. Dabei leuchtete das Plankton um uns herum auf und wir waren von unzähligen blauen Punkten umgeben, die an Sterne erinnerten. Am Ende des Abends bauten wir noch einen „Fischpool“ und sammelten Krebse, Fische, einen Schrimp und eine Seegurke, die wir natürlich alle wieder in die Freiheit entließen. Bevor wir schlafen gingen wurden wir sogar noch von Midie bekocht!


Am nächsten Tag leiten wir uns ein Kajak aus und ruderten damit zur benachbarten D’Lagoon. Das war schwerer als gedacht, da durch die Gezeiten das Wasser aus der Bucht gezogen wurde und wir stark gegen die Strömung ankämpfen mussten. Nach einer anstrengenden Zick-Zack-Route erreichten wir unser Ziel und schafften es mit nicht weniger Mühe wieder nach Hause.


Den letzten Abend verbrachten wir im Hotel, da es wie in Strömen regnete. Diesen Abend waren wir auch allein, da Midie und Paw bereits nach Hause gefahren waren. Als nächstes Ziel stand Kuala Terengganu auf dem Programm. Hier wollten wir einen entspannten Tag verbringen und am Blog arbeiten. Wie es der Zufall wollte, lebten die beiden Jungs auch in der Nähe dieser Stadt. So wurden wir am ersten Tag von Midie und einem Freund von der Fähre abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht. Anschließend besuchten wir den Strand und die Kristallmoschee. Dort bekamen wir eine Führung und interessante Dinge über den Islam erzählt. Anschließend ging es zum Nachtmarkt. Diesmal konnten wir uns aber nicht sofort durchnaschen, da wir mit den Jungs auf das Ende des Fastentages warteten. Dafür gingen wir in ein Restaurant. Danach wurden wir zu einer Karaokebar gefahren. Anders als in Deutschland bekommt man hier aber seinen eigenen Raum, den man stündlich mieten kann. So schmetterten wir ein paar Lieder und wurden danach wieder nach Hause gebracht.


Am nächsten Tag schliefen wir aus, arbeiteten fleißig am Blog und wurden am Abend von Paw abgeholt, der uns erst zum Nachtmarkt brachte. Dort konnten wir nun wieder ordentlich schlemmen! Wir aßen am Strand und verkündeten dabei (leider), dass wir noch keine Durian probiert hatten. Dabei handelt es sich um eine (stinkende) stachlige Frucht, die in Südostasien als Leibspeise gilt. So kamen wir leider auch nicht drumherum diese Frucht zu probieren. Für Lisa schmeckte sie nach einer Mischung aus Stinkekäse und Zwiebeln – gut das einmal probiert zu haben, das reicht dann aber auch.


Nachdem wir noch ein wenig am Fluss saßen und redeten wurden wir auch wieder nach Hause gefahren. So geht eine schöne Zeit um, in der wir neue Freunde gefunden haben.

Wärmste Grüße
Anne & Lisa

Hier geht es zu den Inselbildern.

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Anne Matthes Verfasst von:

6 Kommentare

  1. Oma Helga
    17. Juni 2016

    Hallo ihr Beiden,
    habe wieder die beiden letzten Berichte mit Spannung gelesen. Auch die Fotos
    sind immer wieder schön anzusehen. Ihr erlebt ja jeden Tag viel Neues.
    Erholt euch auch einmal.
    Liebe Grüße Oma

  2. Cathi
    19. Juni 2016

    Hallo ihr Zwei,
    wie immer richtig schön von euch zu lesen!
    Die Fahrt zu den Perhentian Islands schien ja sehr nervenaufreibend verlaufen zu sein. Schön, dass ihr heil angekommen seid.
    Vielen Dank das ihr uns so ausführlich teil haben lasst an eurer Reise 🙂
    Freue mich bald wieder von euch zu lesen!

    Ganz liebe Grüße nach Malaysia

  3. MuV
    19. Juni 2016

    Na ihr kleinen bedbugs, da habt ihr uns ja wieder schöne Geschichten aufgeschrieben. Und die tollen Fotos! Macht weiter so und genießt die Zeit. Alles Liebe und Gute für euch!

  4. Mathias
    23. Juni 2016

    Hallo ihr zwei, habe ich zu viel versprochen ? Ich hab es dort auf Perhentian geliebt. Habt Ihr die Schildkröten gesehen? Viel Spaß weiterhin

  5. Mathias
    23. Juni 2016

    habe Euch gerade an anderer Stelle geantwortet. Da ich nicht weiß, ob ihr die vorangehenden Berichte noch checkt, kopiere ich es hier zur Sicherheit noch mal rein. 🙂 lg

    Hallo Ihr zwei Reiseladies, danke für deine Antwort Anne 🙂 habe ich mich gefreut. wow, ihr kommt rum, wahnsinn. bin soooo neidisch. Den Bericht Perhentian habe ich gerade gelesen, ein Traum. Zu Kuala Lumpur, ich glaube ich hatte es bereits empfohlen, unbedingt zu den Batu Caves fahren, kann man mit dem Taxi machen, vielleicht gibt es auch Busse etc dahin. https://de.wikipedia.org/wiki/Batu_Caves. Viel Spaß beim Treppen hoch steigen. Ansonsten ist ja KL eine recht quirlige und vor allem sehr heiße Stadt. Schön ist es an den Petronas Towers. man kann da auch irgendwie hoch, haben wir aber nicht gemacht. Wir haben eine City Tour mit dem Bus gemacht. Das bringt den besten Überblick. Zu Singapore: Achtung, recht teure Stadt aber toll!!!! war schon 4x dort, auch zum Formel Eins Nachtrennen. für den besten Ausblick gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Singapore Flyer – das ist das Riesenrad an der Marina Bay oder besser und was ich Euch empfehlen würde, das Marina Bay Sands Hotel. https://www.marinabaysands.com/. Der atemberaubende Infinity Pool auf dem Dach ist nur Hotelgästen vorbehalten. Dann gibt es da oben noch eine Aussichtsplattform für Touris – kostet Geld und man steht meistens in der Warteschlange – und noch eine Bar, Und auf die kommt man umsonst auch, man muss dann oben nur noch oben den Einlass überstehen. Unten im Hotel zu Turm drei gehen und mit den Gästeliften bis auch auf das Skydeck fahren, Oder fragt Euch durch. In der Bar bisschen schicker anziehen. Ich empfehle euch das in den Abendstunden zu tun, bevor die Sonne untergeht. dann habt ihr den Blick auf Singapore bei tag und dann bei nacht. Imposant ist auch die ab 20.00 vom Hoteldach beginnende Lasershow auf die Marina Bay. Könnt ihr dann gleich mit von oben betrachten. Direkten Blick auf den Infinity Pool des Hotels habt ihr von der Bar auch , nicht von der Aussichtsplattform. das ist täglich und 2 bis 3x am Abend. das müsst Ihr Euch auch unbedingt von unten ansehen, gegenüber dem Marina Bay Wasserbecken hinstellen. Achtung, die Bar oben ist sehr teuer, aber vieleicht könnt Ihr Euch einen Drink leisten, man macht das nur 1x im Leben. wenn ich mich entsinne war es der teuerste drink meine slebens, so um die 20 € umgerechnet. Andere Aussichtspunkte mit diesem Blick gibt es in der Stadt nicht. Plant unbedingt einen Besuch in den Gardens by the bay ein, direkt hinter dem Hotel. Zugang hat man am besten direkt durch das Marina Bay Sands Hotel. Auch in den Gardens by the bay lohnt sich noch mal am Abend ein besuch, denn auch die machen jeden Abend eine Lightshow. Der Garden ist ein Traum, ganz besonders die zwei Riesengwächshäuser eine Sensation – in einem ist ein Wasserfall und ein begehbarer tropische Berg. Draussen kann man auf Brücken zwischen den Super-trees umherwandern. Plant Euch dafür Zeit an, so drei Stunden vielleicht. Sonst ist noch Sentosa Island zu empfehlen, dort gibt es ein Aquarium, die Universal Studios ( sind super, nur nicht ganz so groß wie die in Los Angeles ) einen kleinen Beach und diverse Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Shopping ist in Singapore in der Orchard Road, ein Glitzer-Shoppingpalast nach dem andereren. Zu empfehlen ist noch ein Besuch des Orchid Gardens, auch sehr schön. Wünsche maximales Vergnügen. Am Abend kann man auch noch Chinatown oder Little India besuchen. Chinatown ist in der Nähe der Marina Bay, Little India nahe der Orchard Street.

    Grand Canyon, Los Angeles und Phoenix war toll.. Besonders der Canyon ist mega beeindruckend, falls ihr da noch hin kommt, unbedingt einplanen! Ich war schwerstens beeindruckt. Man lauft an einem 1,5 km tiefen Abgrund ohne Begrenzung entlang, so dass es einem phasenweise ganz schwindelig wird. So geil. LG aus der Heimat und habt Spaß und lernt weiter viele neue tolle Freunde kennen. Da bleibt dann für immer 🙂

  6. Mathias
    24. Juni 2016

    Mir ist noch ein weiterer „Aussichtspunkt“ in Singapore eingefallen, jedoch nicht so ganz zu empfhelen, da es ich um ein ( wahrscheinlich ) teures Rstaurant handelt, befindet sich in der obersten Etage im Swissotel. wollte es nur erwähnt haben. http://www.swissotel.de/hotels/singapore-stamford/

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