Bali

Aufgrund unserer Reiseverzögerung durch das Dengue-Fieber mussten wir auf den Besuch des Bromo-Vulkans sowie Balis Nachbarinseln Lombok oder die Gili-Inseln verzichten und uns blieben nur noch vier Tage für Bali. In dieser Zeit wohnten wir ihn Ubud, dem kulturellen Zentrum der Insel. Vom Strand waren wir leider weit entfernt. In der höhergelegenen Stadt, die sich aus insgesamt 14 Dörfern zusammensetzt, war das Wetter dafür etwas angenehmer und weniger schwül. Bei unserer Ankunft mitten in der Nacht wurden wir in einer „Tempelanlage“ in Empfang genommen. Die sogenannten Familientempel gibt es überall auf der Insel und die Balinesen wohnen in diesen. Ebenso mystisch fanden wir die vielen Opfergaben, die einfach so auf den Fußwegen herumlagen oder an den Fahrzeugen befestigt waren.

Den ersten Tag auf Bali gingen wir entspannt an, genossen ein kleines Frühstück auf unserer Terrasse und bummelten dann über die Hauptstraße von Ubud, auf der sich Restaurants, Modeläden und Tempel aneinanderreihen, bis wir zum Ubud Market kamen. Hier wurden die verschiedenen Souvenire, wie Schmuck, Tücher, Instrumente und Holzfiguren, verkauft. Anschließend besichtigen wir den Königspalast, wobei es sich ebenfalls um ein Tempel handelte.


Ein paar Schritte weiter war plötzlich ein Reisfeld ausgeschildert. Über einen schmalen Trampelpfad abseits des Trubels auf den Straßen gelangten wir in eine ganz andere Welt. Nun waren wir umgeben von dörflicher Idylle zwischen den Reisfeldern, auf denen die Arbeiter mit den typischen spitzen Hüten den Reis anbauten. Der Straßenlärm und Tourismus auf der Hauptstraße war hier vollkommen vergessen.

Am nächsten Tag nahmen wir an einer Tour teil, um noch weitere Orte der Insel zu sehen. Wir starteten im Royal-Family-Tempel.


Als nächstes besuchten wir den Holy Monkey Forrest. Mit Erdnussflips und Crackern in der Hand konnten wir ein paar zutrauliche Affen auf unsere Schultern locken, die uns wortwörtlich aus der Hand fraßen und somit für ein paar Fotos herhielten. Ansonsten tobten die Tiere durch die zwei Tempel, die sich in dem Wald mit ziemlich hohen Bäumen befanden.


Nach einem Stop mit Kaffee- und Teeverkostung ging es weiter. Die nächste Station fühlte sich für uns wie Urlaub in Österreich an: Hier gab es einen See in den Bergen – nur mit, wie sollte es auch anders sein, einer Tempelanlage und Palmen: Der Ulun Danu Beratan Tempel.

Bali ist neben seinen Stränden und dem Surferparadies auch für den Reisanbau bekannt. Die Reisfelder zählen sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Den Sonnenuntergang beobachteten wir in Tanah Lot. Hier befindet sich (wieder) ein Tempel auf einem Stein, der bei Flut vom Meer umgeben ist. Aufgrund der Ebbe bot sich uns dieses Bild aber nicht. Der Ort war zudem gesäumt von Touristen, die sich alle das gleiche Schauspiel ansehen wollten. Ein totaaaal romantischer Sonnenuntergang also…

Am dritten Tag auf Bali durchstreiften wir erneut Ubud. Hier besuchten wir den Wassertempel und eine weitere, auf einem Berg gelegene Tempelanlage.

Am Nachmittag gönnte sich Lisa noch eine typisch balinesische Massage und am Abend besuchten wir den „Feuertanz“. Dabei handelt es sich um eine von vielen Shows, die jeden Abend in der Stadt stattfinden (natürlich in den Tempeln!). Dabei werden traditionelle balinesische Tänze und Gesänge dargeboten und die Künstler tragen typische Gewänder und Masken. Die Handlung konnten wir zwar nicht ganz nachvollziehen, dennoch war die Show ein unterhaltsames Erlebnis! 🙂

Bevor unser Flug nach Australien gehen sollte, hatten wir noch einen ganzen Tag übrig. Den verbrachten wir hauptsächlich in den verschiedenen Restaurants, tranken Kaffee, gönnten uns ein Eis und genossen den letzten Tag im billigen Asien.


Das gibt es noch zum Land zu sagen:

Unser Start in Jakarta war die erste große unangenehme Erfahrung für uns, die sich aber schnell mit der Weiterreise verbesserte. Trotz sprachlicher Barrieren fanden wir immer einen Weg, uns mit den Menschen zu verständigen und uns wurde auch stets gern geholfen. Und trotz des Dengue-Fiebers hatten wir hier einen tollen Monat und spannende Abenteuer erlebt!

Im Vergleich zu den anderen asiatischen Ländern ist Indonesien tatsächlich das dreckigste von allen bereisten. Vor allem unsere Ankunft in Jakarta nach dem extrem sauberen Singapur war erschreckend. Dennoch hat Indonesien wunderschöne Landschaften zu bieten. Es gibt saftig grüne Reisfelder, spannende Vulkanlandschaften und weite Strände.


Schön wars in Asien!

Mit dem Verlassen von Indonesien geht nun das erste große Kapitel unserer Reise zu Ende: Südostasien. Diese Region ist reich an unterschiedlichen Facetten, die stark von der Religion und den damit verbundenen Kulturen und Traditionen anhängig sind. Fernab von allem, was wir aus Europa kennen, bietet es wunderschöne Landschaften, eine vielfältige Natur und interessate Regionen: Dschungel, Trauminseln, Berge, Vulkane, gigantische Tempelanlagen, Kulturstätten, Metropolen, ruhige Dörfer oder auch das futuristische Singapur.
Vor allem aber wurden wir an allen Plätzen stets freundlich und hilfsbereit begrüßt. Egal wen wir trafen, die Menschen hatten stets ein Lächeln auf den Lippen.
Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien – wir kommen gern wieder! 🙂

Liebe Grüße
Anne & Lisa

Hier geht es zu den Bali-Bildern.

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Anne Matthes Verfasst von:

5 Kommentare

  1. MuV
    4. August 2016

    Erst Bettwanzen, dann Ratten und nun auch noch Denguefieber…Oje!! Was ist das für eine Reise ☺
    Aber wieder so viele neue Eindrücke und Erlebnisse. Nach vier Monaten seid ihr immer noch so aktiv und neugierig. Und wir sind schon gespannt auf die nächsten Berichte vom neuen Kontinent. Bleibt schön gesund und passt auf euch auf. Liebste Grüße MuV

  2. Mathias
    8. August 2016

    hallo ihr 2, hatte zwischendurch schon von annes mama von der fiebererkrankung gehört. so ein mist. bin froh, dass Ihr das nun überstanden habt. viel spaß in australien, dort ist der standard nun wieder wie gewohnt. zu sydney: unbedingt nach manley beach fahren, schiff geht ab der oper bzw. fast daneben. der zoo ist auch schön. und geführt ganz oben über die harbor bridge laufen. bondi beach ist schön, jedoch meist überlaufen. vom strand rechts weg davon – an dem künstlichen schwimmbecken die treppen hoch, kann man sehr schön wandern. tolle ausblicke. der stadtteil newton ist für junge leute und zum auzsgehen ganz gut viel spaß!

  3. Raik
    8. August 2016

    Hallo ihr Beiden,

    Oma Adel ist wieder up to date und verfolgt die Berichte immer voller Freude. Wir wünschen weiterhin viele spannende Begegnungen und Abenteuer. Liebe Grüße aus dem sonnigen Welthauptdorf ;).

  4. Helga
    9. August 2016

    Hallo Anne, hallo Lisa,
    Eure Reise durch Asien ist nun schon vorbei. Durch eure vielen Berichte und Fotos konnten wir auch einen Einblick erhalten. Ihr habt ja viel gesehen und erlebt. Nun geht es für euch auf dem nächsten Kontinet weiter. Wir wünschen euch auch dazu viele
    schöne Ziele und Erlebnisse.
    Bleibt gesund und seit gegrüßt von den Hopriern

  5. Olaf und Heike
    12. August 2016

    Wir haben eure Berichte spannend verfolgt. Sind froh das ihr wieder auf den Posten seid. Weiterhin viele schöne Abenteuer in Australien und bleibt gesund. LG

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