Melbourne

Nach einem zweistündigen Flug landeten wir am 7. August in Melbourne. Dabei sind wir über interessante Landschaften geflogen. Die rote Wüste, mal mit mehr und mal mit weniger Vegetation und immer wieder ein nahezu oder völlig ausgetrockneter Salzsee. Das alles sah von weit oben sehr faszinierend aus.


Am Flughafen angekommen und die Rucksäcke vom Gepäckband gegriffen, stand uns mal wieder die etwas zu spontane Suche nach dem Weg zum Hostel bevor. Wir wussten, dass man innerhalb kürzester Zeit mit dem teureren Skybus in der Stadt ist. Aber das muss auch billiger und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gehen! Am Ende haben wir mit etwas Durchfragen nach ganzen zwei Stunden unser neues zu Hause für die nächsten vier Tage erreicht. Aber hey! Anstatt $20 haben wir tatsächlich nur $6 für Bus, Zug und Tram bezahlt!

Nach den vielen kurzen Nächten unserer vorangegangenen Erlebnisse, waren wir diese Nacht schon pünktlich im Bett. Dann konnten wir uns am größten Schnarchkonzert einer dicken Britin erfreuen und wussten leider bereits, dass uns dies noch die nächsten drei Nächte erhalten bleiben wird!

Wirklich wirklich lange ausschlafen konnten wir aber auch hier nie. Schon 9:00 Uhr war das Frühstück im Hostel beendet. Also sprangen wir meist 8:30 Uhr im Schlafanzug aus dem Bett, stärkten uns und machten uns erst danach hübsch für das stylische Melbourne. Das heißt, so hübsch es ging mit unseren feschen Trekkinghosen und -schuhen!

Aus diesem Grund stand am ersten Tag neben dem Sightseeing auch etwas Shopping auf dem Plan. Anne wurde mit einer neuen Hose schnell fündig. Wir erkundeten das Zentrum von Melbourne und sahen dabei die St. Pauls Cathedral, die Town Hall (Rathaus), das Parliament House, die Carlton Gardens (Mit dem Melbourne Museum und dem Royal Exhibition Building), das China Town von Melbourne, die schicke Victoria State Library und die Waterfront am Victoria Habor in den Docklands. Dabei haben wir im Australischen Winter Sonnenschein und angenehme zwölf Grad gehabt, wobei uns Verwöhnten nach dem Untergang der Sonne schnell kalt wurde und wir aus diesem Grund nur noch die folgenden Pflichtsachen erledigten: Einkaufen, Kochen und mit viel Vorfreude auf dröhnendes Schnarchen Schlafengehen.


Der nächste Morgen war ein etwas unglücklicher. Nach dem Frühstück brachen wir direkt zum Strand in unserem Stadtteil St. Kilda auf. Dort ließ das Unheil nicht lange auf sich warten: Anne wollte ihre Kamera auspacken, doch dabei fiel die kleine Camilla (so wird sie von uns seit Koh Samui liebevoll genannt, aufgrund der Aussprache unseres thailändischen Guides), so unglücklich aus dem Rucksack, sodass das Objektiv direkt kaputt ging: Totalschaden. Also gab es eine Planänderung: Verzweifelt in Melbourne einen Fotoladen suchen, um das Objektiv zu retten oder irgedeine Alternative finden, damit weiterhin fleißig Fotos geknipst werden können. Leider bestätigten fachkundige Mitarbeiter aus einem Laden, dass das Objektiv tatsächlich völlig defekt war. Während Anne mehrere Läden nach einem Objektiv abwanderte, war Lisa an diesem Tag auf der Suche nach einer Hose. Nach etwa einer Stunde Preise vergleichen und sogar „handeln“ (zum Glück waren wir zuvor in Asien), gab es ein neues Objektiv anstatt für $220, für $185. Naja… was muss, das muss. Und auch die Blog- bzw. Fotoarbeit muss ja schließlich vorangehen. 😛

Später trafen wir uns in der Victoria State Library wieder. Hier haben wir Bilder bearbeitet und etwas Recherche für die anstehende Tour entlang der Great Ocean Road erledigt. Zum Abschluss des Tages waren wir natürlich wieder einkaufen, kochen und haben uns anschließend lange in der Küche festgequatscht. Hier war auch endlich der erste Backpacker von Neuseeland in der Runde! Leider reist er lieber außerhalb seines Landes umher, sodass er uns gar nicht so viele Tipps für unseren nächsten großen Reiseabschnitt geben konnte.

Am Tag darauf nahmen wir auch den Backpacker Simon mit auf unsere Touri-Runde durch Melbourne. Wir begannen mit dem Shrine of Remembrance, ein Kriegsdenkmal für alle Kriege, in die Australien je verwickelt war. Dieses konnte man sogar besteigen, sodass wir einen guten Blick auf die Wolkenkratzer von Melbourne hatten. Ein bisschen erinnerte es deswegen auch an das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig. Anschließend ging es zur kostenlosen Tour, zu der sich vor der Victoria State Library versammelt wurde. Diese dauerte drei Stunden und führte uns noch einmal durch ein paar andere Ecken, die wir an den Tagen zuvor noch nicht gesehen hatten. Dabei konnten wir wieder ein paar interessante Geschichten erfahren, die uns sonst entgangen wären. Kurz vor dem Dunkelwerden brachen wir noch zum Queen Victoria Night Market auf. Hier gab es Unmengen an leckerem Essen, doch für uns leider viel zu teuer. So sahen wir uns nur mit unseren Augen satt und brachen bald Richtung Hostel auf. Hier stand noch ein großes überfälliges Wäschewaschen auf dem Programm.

Die erste Hälfte des letzten Tages verbrachten wir getrennt. Anne durchwanderte noch einmal alle Streetart-Gassen auf der Suche nach coolen Motiven und ließ dabei ganz schön viel Zeit vergehen. Lisa hat stattdessen den Shot Tower besucht. Am Nachmittag trafen wir uns noch einmal in der Bibliothek, um ein paar offene Fragen zu klären sowie Musik und Karten für unsere bevorstehende Campertour offline herunterzuladen.


Noch bevor die Dämmerung begann, fuhren wir erneut zum Strand von St. Kilda, dem Stadtteil unseres Hostels. Heute wollten wir hier am Ende des Piers Pinguine suchen. Dass hier eine kleine Kolonie leben soll, war aber nicht nur uns bekannt. So waren zwei Pinguine, umringt von Menschen mit Kameras, schnell zu finden und auch wir versuchten unser Glück, die kleinen Knirpse im Halbdunkel auf die Speicherkarte zu bannen.


Damit waren unsere Tage in Melbourne gezählt und das nächste Abenteuer stand bereits bevor…

Liebe Grüße
Lisa & Anne

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Anne Matthes Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. MuV
    27. August 2016

    Nun geht’s ja rund mit euren Beiträgen. Da kommen wir ja kaum hinterher. Weiter so!

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