Der Weg ins Warme

Nachdem wir uns die größte Stadt Australiens, Sydney mit vier Millionen Einwohnern, angesehen haben, geht es endliche die Ostküste hinauf! Somit nähern wir uns auch mit jeder Fahrt den tropischen Regionen an und können endlich wieder Sonne tanken! Viele Stationen und Touren erwarten uns hier und schon die Namen der Orte machen Lust: Gold Coast, Surfers Paradise, Sunshine Coast, Rainbow Beach und und und…


Byron Bay

Unsere erste Station auf dem langen Weg nach Cairns erreichten wir über Nacht mit dem Bus: Byron Bay. Ein kleiner Ort an einem wahnsinnig tollen Strand. Hier konnten wir endlich unsere langen Hosen ausziehen und die warme Sonne genießen. Noch ganz müde und ohne Check-in-Möglichkeit machte sich Anne gleich auf den Weg, den Strand zu erkunden und sich dort noch ein wenig auszuschlafen. Währendessen genoss Lisa die gemütliche Atmosphäre im coolen Hostel Backpackers Inn. Mehr als den Einkauf und das Erkunden der Hauptstraßen von Byron Bay schafften wir an diesem Tag nicht.

Am Tag darauf machten wir uns zu zweit auf den Weg zum Strand. Nach etwas Sonnenbaden, Bierchen trinken und Surfer beobachten, brachen wir zu einer kleinen Wanderung zum Leuchtturm auf. Dabei ließen wir uns beim Wale-Beobachten viel Zeit, sodass es sich später am Leuchtturm noch lohnte, auf den Sonnenuntergang zu warten. Dabei kamen wir noch am östlichsten Punkt Australiens vorbei.


Dabei hatten wir nicht ganz daran gedacht, dass wir noch im Dunkelwerden einen kleinen Waldpfad entlanglaufen müssen. Doch wir fanden unseren Weg und es ergab sich die Möglichkeit auf dem sonst so überlaufenen Weg noch ein Walleby zu erspähen.

Nun war der große Tag für Anne gekommen: Eine erste Surf-Stunde. Ein paar Gedanken über eiskaltes Wasser und großzügiges Salzwasserschlucken sowie dämliches Anstellen wurden sich da schon gemacht. Doch alles umsonst! Mit einer coolen Gruppe, tollen Surflehrern und einer großen Portion guter Laune stand man nach ein paar Trockenübungen auch schon in den kleinen Wellen auf dem Surfboard. Es war viel einfacher als gedacht und hat eine Menge Spaß gemacht! Erst hinterher hat man gemerkt, dass der Muskelkater wohl nicht lange auf sich warten lässt. Außerdem meldeten sich auch Hunger und Müdigkeit. Zu Annes Glück war Lisa schon am Pfannkuchenbrutzeln, als diese wieder zum Hostel zurückkehrte.


Gegen Abend ging es noch mit ein paar Leuten aus dem Hostel zum free Dinner in ein anderes Hostel + Bar. Hier wurde dann auch Anne wieder etwas wach.

Den letzten Tag in Byron Bay verbrachten wir ganz entspannt mit Bummeln durch die Straßen und Beobachten der Wale im Meer, die sich dieses Mal reichlich zeigten. Unseren Aufenthalt, der wirklich gemütlich war, genossen wir sehr. Nach so vielen Erlebnissen und vor unserem nächten Tourenmarathon tut es schon einmal ganz gut, etwas herunterzukommen und auszuspannen.



Surfers Paradise

Über Surfers Paradise spalten sich die Meinungen. Viele finden es unheimlich toll, andere sagen „Es ist nur wie Miami“. Aber auch dort waren wir noch nie und so legten wir einen Tag in Gold Coast ein, um uns einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Dabei handelt es sich um eine größere Stadt mit einigen Hochhäusern direkt am Strand und künstlich angelegten Inseln. Im Endeffekt ist es also ein kleines Miami, sieht ganz cool aus, bietet aber nicht viele Möglichkeiten für Unternehmungen. So machten wir wohl mit dem einen Tag alles richtig und setzten uns aber schon ganz bald wieder in den Bus.


Noosa

Die Everglades gibt es nicht nur in Florida! Auch Australien hat seine in Noosa und die wollten wir natürlich erkunden! So übersprangen wir erst einmal Brisbane, da wir von hier ins nächste Land fliegen werden, und reisten in den nächsten kleinen Traumort. Hier ließen wir uns einen Ausflug mit einer Tagestour in die Everglades natürlich nicht entgehen. Mit einem Schnellboot ging es mal schneller und mal langsamer durch die friedlichen und flachen Gewässer, erspähten einige Vögel und durften schon ganz bald selbst ein paar Kilometer paddeln. Nachdem wir uns bei einem ordentlichen BBQ stärken konnten, ging es wieder mit dem Schnellboot Richtung Noosa. Dabei hatten wir die komfortable Möglichkeit, auf dem Bug zu sitzen und die Sonne in vollen Zügen zu genießen.

Auf die coole Tour folgte ein ausgiebiger Strandtag. Vor dem Sonnen und Baden liefen wir erst einmal den Strand bis zur Noosa Lagoon entlang. Hier mündet der kalte Noosa-River in das Meer und formt mit seinem blauen Wasser riesige Sandbänke und verbindet den Hafen mit dem Ozean (Tipp: Unbedingt via Google Maps Satellitenbilder anschauen). Nachdem wir uns sattgesehen haben, liefen wir zum Badestrand und wärmten uns auf. Dann hüpfte Anne kurz uns Meer und wieder raus (kalt). Aber man bedenke bei allem: ES IST WINTER! 🙂

Am Tag Nummer drei ging es in den Nationalpark von Noosa. Ein wunderschöner Weg entlang der Küste wurde uns versprochen und auch geboten. Da uns der (teilweise rollstuhlfähige) Weg zu langweilig war, kletterten wir direkt über die Steine und Felsen der vielen traumhaften Buchten und kamen gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Leider sahen wir keine Delfine, aber dennoch einen Wal. Auf dem halben Weg der Wanderung verloren wir uns aus den Augen. Lisa dachte, Anne wäre schon vorneweg und versuchte sie einzuholen. Stattdessen war Anne gar nicht vorn. Auch entschieden wir uns an einer Wegkreuzung für unterschiedliche Wege: Lisa blieb an der Küste und entdeckte noch einen toten Delfin. Anne lief in unenlichen Schlängellinien mitten durch den Park und kam auch einmal hoch hinaus. Am Hostel trafen wir uns dann wieder und ließen den Tag gemütlich ausklingen.


Nun stand uns nur noch ein halber Tag in Noosa und die Busfahrt zum Rainbow Beach bevor.

Grüße von der East Coast
Lisa & Anne

Hier gehts zu den Bildern, die euch neidisch machen!
–> Byron Bay
–> Surfers Paradise
–> Noosa

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Anne Matthes Verfasst von:

2 Kommentare

  1. Helga
    13. September 2016

    Hallo ihr Beiden,
    wieder ein sehr interessanter Bericht, der einen ja neugierig macht. Die vielen Fotos sind ja faszinierend. Ich kann eure Reise nur auf dem Atlas verfolgen.
    Weiterhin viele schöne Erlebnisse. Bleibt gesund. Viele Grüße aus Hoprie

  2. Mathias
    16. September 2016

    Na prima, dass euch der trip wieder in mildere Gegenden führt 🙂 diese ecke habe ich noch nicht besucht, doch nun fühle ich mich motiviert 🙂 viel spaß weiterhin

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