Oh, du Sandige

Bereits in Noosa erkunden wir den Great Sandy Nationalpark, der sich noch viel weiter Richtung Norden erstreckt. Somit war dieser Nationalpark unser erneutes Ziel für unser nächstes Abenteuer: Fraser Island – die größte Sandinsel der Welt.

Bevor wir unser Abenteuer dort begannen, verbrachten wir einen Tag in Rainbow Beach, wovon die Tour am nächsten Tag startete. Auch hier bekamen wir eine Menge Sand um die Ohren! Wir erklommen die Carlos Sand Blow, eine riesige Sanddüne. Mit einem Sandboard rodelten wir die hohen Hügel herunter, genossen die Aussicht auf die Küste und nutzten die Chance für ein paar Fotos mit Wüstencharme. Der Spaß beim Sandboarden hatte jedoch einen unangenehmen (meist knirschenden) Beigeschmack, da auf der Düne meist starker Wind weht und man nicht umher kommt, sich mindestens einmal in den Sand zu fallen. Nach diesem Ausflug stand dann also erst einmal gründliches Duschen an!

Nachdem wir unsere Gruppe bereits am Vorabend bei der Sicherheitseinweisung für die anstehende Tour kennengelernt hatten, startete wir am 8. September nach Fraser Island. Mit drei allradbetriebenen Jeeps waren unsere Gruppen, aus je sechs bis sieben Personen bestehend, unterwegs. Dabei durfte jeder von uns einmal selbst das Steuer übernehmen. Unsere Straße war der breite Sandstrand, der als offizieller Highway gilt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h, die wir jedoch nie voll ausreizen konnten. Vorsicht war auch vor dem Meer geboten, das je nach Gezeitenlage mehr oder weniger vom Strand einnahm.

Unsere Gruppe bestand aus zwei Litauerinnen und vier Deutschen. Nachdem wir unsere Verpflegung für die nächsten Tage gesichert und unsere Rucksäcke verstaut hatten, setzten wir mit der Fähre über. Nach einer kurzen Mittagspause mit Wraps (die es nun drei Tage in Folge gab) erreichten wir bereits unser erstes Ziel: Wabby Creek. Nach der Wanderung durch den Wald und erneut über eine riesige Sanddüne erreichten wir das steil absteigende Wasserloch, in dem wir ein Bad nahmen.

Zur zweiten Tageshälfte durfte Anne das Steuer übernehmen. Mit hoher Drehzahl wurde sich durch den Sand gewühlt. Dabei sollte man in der Fahrspur des Vordermanns bleiben, was gar nicht immer so einfach war. Manchmal schlitterte das Auto nach eigenem Willen hin und her, wie im Schnee nur langsamer und schwerfälliger. Kurz vor unsere nächsten Station war es schließlich nicht vermeidbar durch ein paar hohe Wellen zu fahren. Dabei hieß es: Wasser genau beobachten und sich Stück für Stück vorsichtig vortasten. Auch gab es dabei mit offenem Fenster zugleich eine ungewollte Abkühlung – es spritzte mehr als gedacht. Upps.

Auf dem Weg zum Camp kamen wir an einem großen Schiffswrack vorbei, das bereits deutlich von Meer und Wetter gezeichnet am Strand lag. Aufgrund der starken Gezeiten wurde es vor einigen Jahren dort angespült.

Nach der Ankunft im Camp kochten wir gemeinsam mit unserer Gruppe nach vorgegebenen Rezept und bereitgestellten Zutaten. Später hielten wir außerhalb des gesicherten Camps am Strand vergeblich nach Dingos Ausschau. Dabei waren wir mit Stöcken bewaffnet – nur für den unwahrscheinlichen Notfall, denn Erfahrungen zeigen, dass man besoffen und regungslos am Strand liegend doch irgendwann von drei Dringos angeknabbert wird.

Nach einer Nacht im Zelt fuhren wir am nächsten Morgen im Wagen unseres Guides Brando zum Südkap der Insel. Hier badeten wir in den Champagner Pools, die einzige Möglichkeit auf Fraser Island gefahrenlos im Salzwasser zu baden. Die starken Strömungen sind dafür verantwortlich, dass vom Baden im Meer abgeraten wird. Zudem sind die Gewässer Brut- und Aufenthaltsort für gefährliche Haie! Große Schatten dieser konnten wir anschließend auch vom steil abfallenden Kliff des Indian Head, einem hochgelegenen Aussichtspunkt, im Wasser entdecken.

Nach einem Gruppenfoto am Schiffswrack ging es noch nach Eli alias Hangover Creek, wo wir uns in einem Bach faul Richtung Strand treiben ließen. Hierfür stand uns sogar ein Gummiboot zur Verfügung. Hui! Zum Trocknen und Aufwärmen spannten wir eine Leine zwischen zwei Jeeps und spielten eine Runde Volleyball.

Das Highlight von Fraser Island ist Lake McKenzie, welcher sich im Inland der Insel befindet. Der Weg führt durch Urwald und über hügelige Straßen, sodass wir kräftig in den Jeeps durchgeschüttelt wurden. Bouncy bouncy! Der See beeindruckt vor allem durch den schneeweißen, feinen Sand und das extrem klare Wasser. Gemeinsam schwammen wir zu einer kleinen Landzunge, wo wir uns ein Peeling mit dem Sand gönnten, der die Haut ganz sanft machen und sogar Schmuck und die Zahne zum Glänzen bringen soll. Aha.

Anschließend ging es wieder zum Festland zurück. Bei der Fahrt mit der Fähre konnten wir diesmal sogar ein paar Delfine sehen.

Weiter geht es zum nächsten Abenteuer!
Allerliebste Grüße
Anne & Lisa

Hier gibt es die Bilder zu unserem sandigen Abenteuer.

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Anne Matthes Verfasst von: