Alles Banane

Ein Haus am Strand unter Palmen, umgeben von grünen Hügeln, einem Pool, tropische Temperaturen und Sonnenschein – so lässt es sich als Backpacker leben! Wohlbemerkt im 8er-Schlafsaal anstatt mit komfortablen Doppelbett im Bungalow, Gemeinschaftsdusche anstatt luxuriösem Badezimmer und Gemeinschaftsküche anstatt Buffet. Aber das ist schon okay.

Wir erreichten Magnetic Island am 16. September zur legendären Fullmoon-Party, von der wir das Original in Thailand auf Koh Phangan leider verpasst hatten. Darum freuten wir uns, diese hier nachholen zu können, mit im Neonlicht leuchtenden Farben im Gesicht, Tanzen am Strand und vor allem guter Musik! Zudem trafen wir hier ein paar bekannte Gesichter von Fraser Island und der New Horizon wieder, was uns sehr freute.

Da die Getränkepreise utopisch und eigene Getränke verboten waren, besorgten wir uns einen 4l-Beutel Goon, besonders „guter“ Weißwein. Diesen füllten wir noch am Strand in Limoflaschen ab und waren damit hoffentlich versorgt. Aufpassen war angesagt: Sieben Security-Menschen standen vor unserem Bungalow und Zimmerkontrollen waren angekündigt. Wir wollten ja das Hostel nicht verlassen müssen. Die Bilanz des Abends waren eine von drei durch die Zimmerkontrolle verlorene Flaschen, nur 250 Partygäste anstatt der versprochenen 3.000 und ein DJ, der schon morgens um 3 Uhr mit gepacktem Rucksack die Bühne verließ und dabei einfach die Musik ausdrehte. Zudem tanzten wir auch auf Holzdielen in der Hostelbar und bekamen keine sandigen Füße, wie erhofft. Dennoch hatten wir einen lustigen Abend mit coolen Leuten.

Munter und erholt starteten wir in den nächsten Tag und erkundeten die Insel. Erkundet wurde ein Wanderweg durch den Wald, der Strand der Geoffrey Bay, erste Wallabys hinter dem Hafen und zudem noch die Horseshoe Bay. So läuft man mal (aus Versehen) 15 Kilometer in Flip Flops über das Inselland.

Der nächste Tag begann damit, dass wir vom Putzservice erfuhren, dass wir eigentlich schon ausgecheckt haben sollten. An dieser Stelle hatte unsere Travel Agency „PeterPans“ wieder einmal einen Fehler gemacht, was wiederum mit nervigem Rumtelefonieren verbunden war. Dennoch konnten wir den Tag genießen, denn wir hatten uns ein Auto gemietet: Ein pinkes Barbiecar!!

Zuerst besuchen wir damit die andere Seite der Insel, die wir bereits nach 15min Fahrt erreichten: Die Horseshoe Bay.

Nach einer Mittagspause konnten wir spontan noch zwei Jungs aus unserem Zimmer einsammeln, die uns gern begleiten wollten. Mit ihnen fuhren wir zum „The Forts“-Wanderpfad, auf dem man die Chance hat, Koalas in den Bäumen zu sehen. Die Suche nach den grauen Fellkugeln verlief sehr einfach, denn überall waren bereits Pfeile mit Stöcken vor die entsprechenden Bäume gelegt.
Meistens schliefen die Beuteltiere mit verschränkten Armen vor dem Gesicht in den Wipfeln der Eukalyptusbäume. So flauschig und niedlich! Am liebsten hätten wir (also Lisa) uns jeder (also nur Lisa) einen (also eigentlich alle) mitgenommen! 🐨❤

Auf dem Weg sahen wir auch noch ein paar Überreste von alten Anlagen und Gebäuden aus dem zweiten Weltkrieg, in den Australien stärker verwickelt war, als wir es dachten. Von einer Aussichtsplattform hatten wir einen atemberaubenden Blick über die grüne Insel mit ihren vielen Felsen, Buchten und das tiefblaue Meer. Dabei sah es so aus, als hätten große, starke Trolle die runden Steine auf die Berge geworfen.

Zum Abschluss des Tages kauften wir noch Bananen und fuhren zu einem für Wallaby-Begeisterte empfohlenen Ort. Hier hüpften bereits viele Wallabys hin und her, die auch wir mit unseren Bananen füttern konnten. Dabei fraßen sie uns einfach aus der Hand, ließen ihre „Beute“ aber unter keinen Umständen los! Anne hatte diesen Ort schon am Vortag besucht und wusste darum genau, dass die kleinen Tierchen Banane lieben!

Am nächsten Morgen besuchten wir die Alma Bay für ein morgendliches Bad und verabschiedeten uns noch einmal von den Wallabys, bevor wir das pinke Auto abgaben und wieder mit der Fähre Richtung Festland fuhren.

Allerliebste Grüße aus Down Under!
Anne & Lisa

Hier geht es zu allen Bildern der Beuteltiere!

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Lisa Möller Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. Oma Margitta
    3. Oktober 2016

    Ade vom schönen Australien. Nun auf nach Neuseeland. Viele liebe Grüße und bleibt gesund.

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