Neuseeland III


19. Oktober: Kaiteriteri

Nach einer Nacht in Wellington, die ebenso kurz war, wie auf dem Hinweg, ging es für uns schon wieder zurück auf die Südinsel. In Kaiteriteri, nahe des Adel Tasman Nationalparks, hatten wir einen wunderschönen Strand direkt vor der Haustür. Am Abend beobachteten wir hier den Sonnenuntergang von einer Aussichtsplattform und auch am nächsten Morgen spazierten wir ein weiteres Mal am Meer entlang und nahmen uns dabei viel Zeit für Fotos.


20. Oktober: Westport

Nach unserem Aufbruch gegen Mittag machten wir noch einen Zwischenstopp am Lake Nelson. Hier beginnen die südlichen Alpen. Knapp eine Stunde verbrachten wir an dem See, in dem wir uns die Aale aus nächster Nähe an einem Steg anschauen konnten, Besuch von einer Entenfamilie bekamen und einfach nur den wunderschönen Anblick der Landschaft genossen. Ein schönes Bild vom Steg selbst zu machen war jedoch unmöglich, denn unsere Gruppe stand die ganz Zeit Schlange, um zig Fotos und Selfies für Facebook, Instagram & Co machen zu können.

Am Abend erreichten wir dann Westport, einer eher unspektakulären Stadt. Ab von allen anderen entschieden wir uns dennoch ein wenig das Hafengebiet zu erkunden und entdeckten dabei die Lost Lagoon. Am Abend genossen wir Wein und Wärme am warmen Ofen und beim ersten Teil von „Der Herr der Ringe“.


21. Oktober: Lake Mahinapua

Unser Morgen begann mit der Erkundung des Kap Foulwind, wo wir der steilen Küste folgten, das Bergpanorama im Hintergrund, die grünen Wiesen zu unserer Linken und das stürmische Meer zu unserer Rechten genossen. Auch hier tummelten sich wieder ein paar Robben.

Ein weiteres Highlight an diesem Tag war der Besuch der Pancake Rocks. Steine, die durch verschiedene natürliche Einflüssen und Erosionen stapelartig geformt wurden und somit wie übereinander gelegte Pancakes aussehen. Hier gab es verschiedene Formationen zu entdecken und sogar eine natürliche Regenbogenmaschine aus ständig durch Wellen aufspritzenden Wassernebel!


Im Hotel Mahinapua, an einem gleichnamigen See gelegen, hatten wir nun endlich wieder das Bergpanorama um uns herum. Durch einen dschungelartigen Wald liefen wir direkt zum See und sammelten gleich noch ein paar Äste und Blätter für unser Kostüm für die Mottoparty „Welcome to the Jungle“ am Abend ein. Nach dem Ausflug zum See probierte Lisa nun noch das Jadeschleifen aus und bastelte zwei Armbänder. Bei Jade handelt es sich um einen in Neuseeland abgebauten grünen Stein, der sich leicht zu Schmuck verarbeiten lässt.

Währenddessen besuchte Anne den Strand, an dem bereits ein Lagerfeuer brannte. Dann machten wir uns für den Abend fertig und schmissen uns in unsere Blätter! Nach einer spaßigen Party gingen wir dann noch einmal nach draußen, um den Sternenhimmel zu sehen und liefen ein paar Meter in den Wald, um Glühwürmchen zu suchen.


22. – 23. Oktober: Fox Glacier

Bei der Buchung des Hostels für unsere nächste Etappe machten wir einen kleinen Fehler. Versehentlich entschieden wir uns für zwei Betten am Fox Gletscher, der 30 Fahrminuten vom eigentlichen Ziel des Kiwi-Buses am Franz Josef Gletscher entfernt war. Da es zwischen den beiden Orten keine günstige Verbindung gab, war Trampen die einzige Alternative. Mit je zwei kleinen und großen Rucksäcken und einer zusätzlichen Essenstüte hielten wir also fleißig unser Däumchen heraus. Am Ende durften wir im Auto von drei freundlichen Indern Platz nehmen, die aber sehr schwungvoll durch die kurvenreichen Straßen fuhren. Die aufregende Fahrt beendeten wir zwar gut durchgeschüttelt, aber sicher und nahe unserer Unterkunft. Kein Wunder, denn die Ortschaft erstreckte sich nur 100 Meter entlang einer einzigen Straße.

Unser Ziel an dieser Station war eine Wanderung AUF einem Gletscher. Um auch wirklich mit dem Helikopter auf die Eismassen geflogen zu werden, planten wir ursprünglich vier Nächte ein. Schon im Vornherein hatten wir Bilder von Eistunneln und –schluchten gesehen, die einfach atemberaubend waren! Gleich nach unserer Ankunft buchten wir den Heli-Hike und waren schon ganz gespannt auf den nächsten Tag!

Die Wartezeit verbrachten wir mit einer kleinen Wanderung zum Gletscher, um diesen bereits aus der Ferne zu sehen. Dabei führte der Weg durch den Regenwald, wo es Farnbäume und kuriose moosbewachsene Gebilde gab. In der Nacht gab hier wieder viele Glühwürmchen zu bestaunen.



Das letzte Stückchen unserer Wanderung verlief dann durch riesige, von der Eiszeit geformte Täler, entlang an kleinen Gletscherseen und Wasserfällen aus Tauwasser. Nach dem Erklimmen eines kurzen steilen Hügels sahen wir endlich auch den Gletscher direkt vor uns. Wow! Kurz bestaunten wir die Aussicht, bevor wir uns wieder auf en Rückweg machten, der sogar ein wenig Jogging beinhaltete. Wir wollten doch nicht zu spät zu unserer kostenlosen Suppe vom Hostel kommen!

Am nächsten Tag standen wir dann pünktlich für die Gletschererkundung bereit. Während der Einweisung und der Ausstattung mit passender Kleidung für den Gletscher war noch nicht sicher, ob wir überhaupt abheben konnten, denn die Wolken hingen ziemlich tief. So fuhren wir bereits zur Abflugstelle und erhielten nach dem Wiegen der Passagiere sogar die Chance auf die vorderen Plätze im Hubschrauber. Nach kurzer Wartezeit bekamen wir dann jedoch leider eine Absage. Der Helikopter konnte nicht abheben und auch für einen späteren Versuch am Nachmittag besserte sich das Wetter nicht. Da der Wetterbericht für die nächsten beiden Tage ebenfalls sehr schlecht aussah, verkürzten wir unseren Aufenthalt hier wieder auf zwei Nächte und entschieden die Zeit sinnvoller in Queenstown zu nutzen. Sehr schade, aber ein Grund mehr noch einmal nach Neuseeland zu kommen!


24. Oktober: Wanaka

Bei der Abholung am Fox Gletscher mussten wir fast drei Stunden auf dem Bus warten. Trotz vier Anrufe konnte Kiwi Experience uns nur immer wieder eine neue falsche Zeit geben. Hier ein Minuspunkt für den Bus. Dann ging es aber auch endlich weiter nach Wanaka. Nach einigen Stops an Wasserfällen und dem Lake Wanaka mit einem Panorama über das Gebirge, erreichten wir die vorletzte Station unserer Tour.

Unsere knappe Zeit in dem kleinen Örtchen Wanaka und das graue, regnerische Wetter boten nicht viele Möglichkeiten zur Tagesgestaltung, außer einen kleinen Spaziergang am See entlang, bei dem wir viele Entenfamilien trafen (für die gibt es sogar entsprechende Straßenschilder).

Den Abend verbrachten wir dann auf unserem Zimmer, mit gemischten Nicht-Englisch-Muttersprachlern: Zwei Mädels aus Spanien, einem Ukrainer und eine Chinesis. Mit ein paar Gläsern Wein und dem Kartenspiel „Faulpelz“ hatten wir einen tollen Abend!

Zu einem der Highlights in Wanaka zählt vor allem ein Baum, der im See wächst und als besonders schönes Fotomotiv gilt. Noch vor der Abreise am nächsten Tag stattete Anne mit der Spanierin Angela am sehr frühen Morgen dem Baum einen Besuch ab und verzichtete sogar auf das Frühstück. Alles für die Fotos!


25. – 29. Oktober: Queenstown

Bevor wir den Kiwi-Bus ein letztes Mal verließen, besuchten wir noch „Puzzle World“. Mit vielen Illusion Rooms und einem riesigen Labyrinth handelt es sich dabei um ein Museum für optische Täuschungen.

Im Giant Maze bestand die Aufgabe, einmal in alle vier Ecken des Labyrinths zu bunten Häuschen zu gelangen. Erst dann durfte man sich auf die Suche nach dem Ausgang machen. Ungefähr eine halbe Stunde benötigte Anne für diesen Weg. Anschließend konnte sie noch zusammen mit den anderen aus dem Bus beobachten, wie Lisa noch immer zwischen den Holzwänden herumirrte.


Doch auch Lisa schaffte es schließlich pünktlich zurück zum Bus und somit auf zu unserem nächsten Ziel, bei dem wir die erste Bungee-Jump-Anlage besuchten. Bei dieser Gelegenheit trauten sich auch einige unserer Mitreisenden von einer Brücke in Richtung des darunterliegenden Flusses zu springen.

Queenstown gilt als die Hauptstadt des Extremsports, wie Bungee Jumping, Skydiving und Whitewater Rafting. Mitten in den südlichen Alpen bietet es Möglichkeiten für verschiedene Aktivitäten, die aber auch weniger extrem sein können. Unsere beiden Hauptaktivitäten hier waren der Besuch des Milford Sound, einem Fjord im Osten des Gebirges, sowie die Besteigung des Mount Ben Lomond.

Als erstes Stand der Ausflug zum Milford Sound an. Bereits am Morgen ging unsere Fahrt los. Zwischen vielen anderen Reisebussen reihte sich auch unser grüner Kiwi-Bus ein und machte an verschiedenen Aussichtspunkten Halt. Darunter zählten neben beeindruckenden Bergpanoramas auch die Mirror Lakes (für deren spiegelglatte Oberfläche es jedoch zu windig war).

An einem Aussichtspunkt bekamen wir sogar einen Kea zu sehen. Dies ist Papagei mit der Intelligenz eines vierjährigen Kindes, der besonders durch seine Größe, das grüne Gefieder und seinem gebogenen spitzen Schnabel (mit denen er angeblich den Schafen das Fett aus dem Po hackt) auffällt.


19. Oktober: Kaiteriteri

Nach einer Nacht in Wellington, die ebenso kurz war, wie auf dem Hinweg, ging es für uns schon wieder zurück auf die Südinsel. In Kaiteriteri, nahe des Adel Tasman Nationalparks, hatten wir einen wunderschönen Strand direkt vor der Haustür. Am Abend beobachteten wir hier den Sonnenuntergang von einer Aussichtsplattform und auch am nächsten Morgen spazierten wir ein weiteres Mal am Meer entlang und nahmen uns dabei viel Zeit für Fotos.


20. Oktober: Westport

Nach unserem Aufbruch gegen Mittag machten wir noch einen Zwischenstopp am Lake Nelson. Hier beginnen die südlichen Alpen. Knapp eine Stunde verbrachten wir an dem See, in dem wir uns die Aale aus nächster Nähe an einem Steg anschauen konnten, Besuch von einer Entenfamilie bekamen und einfach nur den wunderschönen Anblick der Landschaft genossen. Ein schönes Bild vom Steg selbst zu machen, war jedoch unmöglich, denn unsere Gruppe stand die ganz Zeit Schlange, um zig Fotos und Selfies für Facebook, Instagram & Co machen zu können.

Am Abend erreichten wir dann Westport, eine eher unspektakuläre Stadt. Ab von allen anderen entschieden wir uns dennoch ein wenig das Hafengebiet zu erkunden und entdeckten dabei die Lost Lagoon. Am Abend genossen wir Wein und Wärme am warmen Ofen und beim ersten Teil von „Der Herr der Ringe“.


21. Oktober: Lake Mahinapua

Unser Morgen begann mit der Erkundung des Kap Foulwind, wo wir der steilen Küste folgten, das Bergpanorama im Hintergrund, die grünen Wiesen zu unserer Linken und das stürmische Meer zu unserer Rechten genossen. Auch hier tummelten sich wieder ein paar Robben.

Ein weiteres Highlight an diesem Tag war der Besuch der Pancake Rocks. Steine, die durch verschiedene natürliche Einflüssen und Erosionen stapelartig geformt wurden und somit wie übereinander gelegte Pancakes aussehen. Hier gab es verschiedene Formationen zu entdecken und sogar eine natürliche Regenbogenmaschine aus ständig durch Wellen aufspritzendem Wassernebel!


Im Hotel Mahinapua, an einem gleichnamigen See gelegen, hatten wir nun endlich wieder das Bergpanorama um uns herum. Durch einen dschungelartigen Wald liefen wir direkt zum See und sammelten gleich noch ein paar Äste und Blätter für unser Kostüm für die Mottoparty „Welcome to the Jungle“ am Abend ein. Nach dem Ausflug zum See probierte Lisa nun noch das Jadeschleifen aus und bastelte zwei Armbänder. Bei Jade handelt es sich um einen in Neuseeland abgebauten grünen Stein, der sich leicht zu Schmuck verarbeiten lässt.

Währenddessen besuchte Anne den Strand, an dem bereits ein Lagerfeuer brannte. Dann machten wir uns für den Abend fertig und schmissen uns in unsere Blätter! Nach einer spaßigen Party gingen wir dann noch einmal nach draußen, um den Sternenhimmel zu sehen und liefen ein paar Meter in den Wald, um Glühwürmchen zu suchen.


22. – 23. Oktober: Fox Glacier

Bei der Buchung des Hostels für unsere nächste Etappe machten wir einen kleinen Fehler. Versehentlich entschieden wir uns für zwei Betten am Fox Gletscher, der 30 Fahrminuten vom eigentlichen Ziel des Kiwi-Buses am Franz Josef Gletscher entfernt war. Da es zwischen den beiden Orten keine günstige Verbindung gab, war Trampen die einzige Alternative. Mit je zwei kleinen und großen Rucksäcken und einer zusätzlichen Essenstüte hielten wir also fleißig unser Däumchen heraus. Am Ende durften wir im Auto von drei freundlichen Indern Platz nehmen, die aber sehr schwungvoll durch die kurvenreichen Straßen fuhren. Die aufregende Fahrt beendeten wir zwar gut durchgeschüttelt, aber sicher und nahe unserer Unterkunft. Kein Wunder, denn die Ortschaft erstreckte sich nur 100 Meter entlang einer einzigen Straße.

Unser Ziel an dieser Station war eine Wanderung AUF einem Gletscher. Um auch wirklich mit dem Helikopter auf die Eismassen geflogen zu werden, planten wir ursprünglich vier Nächte ein. Schon im Vornherein hatten wir Bilder von Eistunneln und –schluchten gesehen, die einfach atemberaubend waren! Gleich nach unserer Ankunft buchten wir den Heli-Hike und waren schon ganz gespannt auf den nächsten Tag!

Die Wartezeit verbrachten wir mit einer kleinen Wanderung zum Gletscher, um diesen bereits aus der Ferne zu sehen. Dabei führte der Weg durch den Regenwald, wo es Farnbäume und kuriose moosbewachsene Gebilde gab. In der Nacht gab es hier wieder viele Glühwürmchen zu bestaunen.



Das letzte Stückchen unserer Wanderung verlief dann durch riesige, von der Eiszeit geformte Täler, entlang an kleinen Gletscherseen und Wasserfällen aus Tauwasser. Nach dem Erklimmen eines kurzen steilen Hügels sahen wir endlich auch den Gletscher direkt vor uns. Wow! Kurz bestaunten wir die Aussicht, bevor wir uns wieder auf en Rückweg machten, der sogar ein wenig Jogging beinhaltete. Wir wollten doch nicht zu spät zu unserer kostenlosen Suppe vom Hostel kommen!

Am nächsten Tag standen wir dann pünktlich für die Gletschererkundung bereit. Während der Einweisung und der Ausstattung mit passender Kleidung für den Gletscher war noch nicht sicher, ob wir überhaupt abheben konnten, denn die Wolken hingen ziemlich tief. So fuhren wir bereits zur Abflugstelle und erhielten nach dem Wiegen der Passagiere sogar die Chance auf die vorderen Plätze im Hubschrauber. Nach kurzer Wartezeit bekamen wir dann jedoch leider eine Absage. Der Helikopter konnte nicht abheben und auch für einen späteren Versuch am Nachmittag besserte sich das Wetter nicht. Da der Wetterbericht für die nächsten beiden Tage ebenfalls sehr schlecht aussah, verkürzten wir unseren Aufenthalt hier wieder auf zwei Nächte und entschieden die Zeit sinnvoller in Queenstown zu nutzen. Sehr schade, aber ein Grund mehr, noch einmal nach Neuseeland zu kommen!


24. Oktober: Wanaka

Bei der Abholung am Fox Gletscher mussten wir fast drei Stunden auf dem Bus warten. Trotz vier Anrufe konnte Kiwi Experience uns nur immer wieder eine neue falsche Zeit geben. Hier ein Minuspunkt für den Bus. Dann ging es aber auch endlich weiter nach Wanaka. Nach einigen Stops an Wasserfällen und dem Lake Wanaka mit einem Panorama über das Gebirge erreichten wir die vorletzte Station unserer Tour.

Unsere knappe Zeit in dem kleinen Örtchen Wanaka und das graue, regnerische Wetter boten nicht viele Möglichkeiten zur Tagesgestaltung, außer einen kleinen Spaziergang am See entlang, bei dem wir viele Entenfamilien trafen (für die gibt es sogar entsprechende Straßenschilder).

Den Abend verbrachten wir dann auf unserem Zimmer, mit gemischten Nicht-Englisch-Muttersprachlern: Zwei Mädels aus Spanien, einem Ukrainer und eine Chinesin. Mit ein paar Gläsern Wein und dem Kartenspiel „Faulpelz“ hatten wir einen tollen Abend!

Zu einem der Highlights in Wanaka zählt vor allem ein Baum, der im See wächst und als besonders schönes Fotomotiv gilt. Noch vor der Abreise am nächsten Tag stattete Anne mit der Spanierin Angela am sehr frühen Morgen dem Baum einen Besuch ab und verzichtete sogar auf das Frühstück. Alles für die Fotos!


25. – 29. Oktober: Queenstown

Bevor wir den Kiwi-Bus ein letztes Mal verließen, besuchten wir noch „Puzzle World“. Mit vielen Illusion Rooms und einem riesigen Labyrinth handelt es sich dabei um ein Museum für optische Täuschungen.

Im Giant Maze bestand die Aufgabe, einmal in alle vier Ecken des Labyrinths zu bunten Häuschen zu gelangen. Erst dann durfte man sich auf die Suche nach dem Ausgang machen. Ungefähr eine halbe Stunde benötigte Anne für diesen Weg. Anschließend konnte sie noch zusammen mit den anderen aus dem Bus beobachten, wie Lisa noch immer zwischen den Holzwänden herumirrte.


Doch auch Lisa schaffte es schließlich pünktlich zurück zum Bus und somit auf zu unserem nächsten Ziel, bei dem wir die erste Bungee-Jump-Anlage besuchten. Bei dieser Gelegenheit trauten sich auch einige unserer Mitreisenden von einer Brücke in Richtung des darunterliegenden Flusses zu springen.

Queenstown gilt als die Hauptstadt des Extremsports, wie Bungee Jumping, Skydiving und Whitewater Rafting. Mitten in den südlichen Alpen bietet es Möglichkeiten für verschiedene Aktivitäten, die aber auch weniger extrem sein können. Unsere beiden Hauptaktivitäten hier waren der Besuch des Milford Sound, einem Fjord im Osten des Gebirges, sowie die Besteigung des Mount Ben Lomond.

Als erstes stand der Ausflug zum Milford Sound an. Bereits am Morgen ging unsere Fahrt los. Zwischen vielen anderen Reisebussen reihte sich auch unser grüner Kiwi-Bus ein und machte an verschiedenen Aussichtspunkten Halt. Darunter zählten neben beeindruckenden Bergpanoramas auch die Mirror Lakes (für deren spiegelglatte Oberfläche es jedoch zu windig war).

An einem Aussichtspunkt bekamen wir sogar einen Kea zu sehen. Dies ist ein Papagei mit der Intelligenz eines vierjährigen Kindes, der besonders durch seine Größe, das grüne Gefieder und seinen gebogenen spitzen Schnabel (mit dem er angeblich den Schafen das Fett aus dem Po hackt) auffällt.

Nach vierstündiger Fahrt erreichten wir dann den Fjord. Mit einer 90-minütigen Bootstour erkundeten wir Milford Sound, schipperten am höchsten, direkt vom Meeresgrund aufsteigenden Berg Bischofshut (Mitre Peak) vorbei und kamen sehr nah an die Stirling Falls heran. Bevor wir jedoch auf das tasmanische Meer fahren konnten, drehten wir um und fuhren zwischen den hohen Berggipfeln zurück an Pinguinen und Robben vorbei, während das Wetter noch einmal für einen schönen letzten Blick aufklarte.

Die Besteigung des Ben Lomonds, einem 1.742 Meter hohen Berg der südlichen Alpen, nahmen wir uns an unserem letzten sonnigen Tag in Neuseeland vor. Dass wir diese Monsterwanderung am Ende auch beide bewältigten, war uns nicht unbedingt von vornherein klar. Wir starteten mit dem Tiki-Trail, der den Weg hinaufführte. Alternativ kann man mit einer teuren Drahtseilbahn hinaufgelangen. Bereits dieses Stück war sehr anstrengend. Obwohl es kaum möglich war (und für uns beide bis heute unverständlich ist) verloren wir uns bereits auf diesem Stück aus den Augen. Anne war eigentlich nur ein paar Meter vor Lisa und machte eine kleine Fotopause. Als Lisa jedoch nicht nachkam, ging sie wieder 100 Meter zurück, wo sie das letzte Mal Lisa gesehen hatte. Keine Lisa. Also ging es nach einem kurzen Hadern wieder den ganzen steilen Weg hinab ins Tal, der zuvor mühsame 45 Minuten erklommen wurde. Heute noch mysteriös: Entgegenkommende Leute haben zum Unglück noch eine Person absteigen sehen, auf die Lisas Beschreibung ebenfalls passte. Also wurde noch im Tal und an der Seilbahn nach Lisa gesucht und als der Erfolg ausblieb, eine Nachricht per Handy hinterlassen. Schließlich wurde ja auch keine verunglückte Lisa am Wegesrand gefunden. Währenddessen war Lisa aber bereits doch vorangegangen und dachte weiterhin hinter Anne zu sein. Lisa hatte angenommen, dass heute einfach jeder sein eigenes Tempo laufen wollte. Wie unerhört! Anne hat doch immer brav gewartet. 😛

So legte also jeder den Weg zum Gipfel allein zurück. Stetig ging es bergauf. Anstrengend! Schon aufgrund des Zeitverlusts war Anne davon ausgegangen, den Gipfel heute nicht mehr zu erreichen und legte zuvor noch einen extra Abstecher und eine lange Mittagspause ein. Doch als wir beide kurz vor dem Aufgeben sahen, dass es nur noch eine Stunde bis zum Gipfel sein sollte, waren in uns neue Lebensgeister geweckt. Dieses letzte Stückchen war allerdings noch einmal viel erschöpfender. Am Ende lohnte sich der unglaubliche Ausblick über ganz Queenstown, den angrenzenden See und die umliegenden Berge. Anne war kurz nach Lisa am Ziel und sah genau auf dem Gipfel für kurze Zeit Schneeflocken vom Himmel fallen. Das war also unser Winter. Beide waren wir dabei viel schneller als die angegebenen 10 Stunden für den Hike zum Ben Lomond. Dennoch fielen wir am Abend nur noch geschafft ins Bett.

Am nächsten Tag stärkten wir uns zusammen mit den zwei Spanierinnen aus dem Kiwi-Bus mit einem berühmten Fergburger! Der angeblich beste Burger Neuseelands bekommt von uns auf jeden Fall auch die volle Punktzahl! Anschließend gab es noch eine Portion Eis, auf das wir nun seit bereits drei Monaten verzichtet hatten.


30. Oktober: Bye bye, Neuseeland!

Und somit war unsere Reise durch Mittelerde am anderen Ende der Welt auch schon beendet. Am Morgen des 30. Oktobers flogen wir von Queenstown nach Auckland, um dort auf unseren Flug nach Chile zu warten. Noch einmal beeindruckte uns das Land mit dem Blick über das Gebirge bei glasklarem Himmel.

Mit vielen bleibenden Erinnerungen an die faszinierende Landschaft, die lieben Menschen, die wir (wieder)trafen, und eine komplett neues Reiseerlebnis verließen wir das Land. Doch wir sind uns ganz sicher, dass dieser Besuch nicht der letzte war. Wir kommen hoffentlich wieder, um die Eindrücke zu vertiefen und mehr zu entdecken, als wir es in der kurzen Zeit mit dem Kiwi-Bus tun konnten. Auch gibt es ja noch offene Abenteuer, die wir aufgrund schlechter Wetterbedingungen nicht machen konnten.


Auf Wiedersehen, Neuseeland!

Liebste Grüße,
Eure Anne & Lisa

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Lisa Möller Verfasst von:

3 Kommentare

  1. Mathias
    5. Dezember 2016

    Hallo Ihr 2, lange nix gehört. lag daran dass ich eine ganzen Monat auf den Philippinen war und danach erstmal bisschen arbeiten musste  Toll Euer Neuseelandbericht. Kann ich ausnahmsweise mal nicht mitreden, steht noch auf meiner Bucketlist. Möchte auch mal nach Mordor!
    Wünsche jetzt viel Vergnügen in Chile, Bolivien usw. Hatte von MUV gestern ein sehr schönes aktuelles Foto von der „Wiedervereinigung“ bekommen, süßes pic.
    Solltet Ihr noch in Buenos Aires sein, dort könnte ich euch dann wieder ein paar Tipps geben. Zum Beispiel kann man mitten in der Stadt ( im Stadtteil Puerto Madero ) Originalkräne aus dem VEB Kranbau Eberswalde finden  Wenn ich mich recht erinnere, seid Ihr nicht in Brasilien ( Rio, Salvado de Bahia, Sao Paulo ) , richtig? Falls ja, gern melden bei Bedarf. LG aus der Kälte, M.

    • Anne Matthes
      20. Dezember 2016

      Danke für die lieben Kommentare. Mit Felix hatten wir nun ein paar abenteuerreiche Wochen und natürlich keine Zeit für den Blog. Ich hoffe, dass wir bald aus Chile, Bolivien und auch Peru berichten können. Denn das alles haben wir schon (fast) hinter uns. Nach Brasilien und Argentinien haben wir es nicht geschafft, danke aber für all die Informationen! Ich hoffe, Dir haben die Philippinen gut gefallen! 🙂

      Eine fröhliche Weihnachtszeit euch allen!

  2. K.-H. Walther
    18. Dezember 2016

    Liebe Lisa, liebe Anne,
    wir verfolgen mit großem Interesse Eure Reise und sind immer auf neue Berichte gespannt. Am Ende könnte doch daraus bestimmt ein tolles Buch entstehen!
    Wir wünschen Euch trotz nichtweihnachtlicher Temperaturen ein frohes Weihnachtsfest mit bester Stimmung und Festessen. Ob der Weihnachtsmann vorbei kommt?
    Als wir im November 2014 in den ABC-Ländern waren, konnten wir schon überall wunderbare Weihnachtsdekorationen bewundern.
    Für 2017 wünschen wir Euch alles erdenklich Gute, vor allem beste Gesundheit, weiterhin tolle Erlebnisse, viel Glück und Freude
    Karl-Heinz und Brigitte aus Gera

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