Weihnachten in Lima

Nach Lima flogen wir noch gemeinsam am 19.12. mit Felix, um seine restlichen beiden Tage in Peru gemeinsam zu verbringen. Da sich allerdings nichts Aufregendes in der Umgebung von Lima befand, wir jedoch unseren Weiterflug von der Hauptstadt Perus hatten, stellten wir uns somit auf einen langen Aufenthalt in dieser Stadt ein: Neun Tage. Doch nicht so schlimm, wir können ja wieder genug an Fotos und Blog arbeiten sowie Weihnachten ganz entspannt in einer großen Stadt erleben.

Am ersten Tag erkundeten wir das historische Zentrum Limas, besuchten den Hauptplatz (Plaza de Armas) und einige große Kirchen. Auch in das kleine China Town fanden wir unseren Weg und staunten über die vielen Krippen in der ganzen Stadt. Ein bisschen freuten wir uns, dass es auch für uns ein Weihnachten in der Ferne geben wird. Überall fehlte hier jedoch das Christuskind. Dieses wird erst zu Weihnachten in die Krippe gelegt, wenn es geboren wurde.

Insgesamt enttäuschte uns Lima ein wenig. Wirklich viel gab es nicht zu sehen, auch fehlten größere Läden oder Einkaufsmeilen. Alles nicht so modern, nicht so sauber und nichts zu tun. Das werden ja tolle neun Tage!

Am Tag darauf jedoch entdeckten wir, wo sich die reichere Schicht versteckte, wo Büros und Banken waren sowie diese ihren Freizeitbeschäftigungen nachgingen: Im Stadtteil Miraflores, an der Küste zum Pazifik. Hier gibt es jegliche Fastfood-Ketten, Shoppingläden und Tennisplätze. Auch Surfen und Paragliding ist hier kein Problem.

Tags drauf mussten wir uns dann von Felix verabschieden, unserem kleinen Packesel. Er muss natürlich viiiele Alpakapullis, Schals und Handschuhe mit nach Hause nehmen. Das haben wir gut ausgenutzt, aber schließlich waren ja auch ein paar Weihnachtsgeschenke darunter.

Die nächsten Tage waren dann seeehr tranquilo. Das bedeutete nach den vielen Erlebnissen eine große Umstellung für uns. Doch irgendwie haben wir das geschafft. Wir haben mindestens zehn Stunden am Tag geschlafen, am Blog gearbeitet, einen Weihnachtsbaum gebastelt und haben viel und lecker gekocht. Dann stand auch schon Weihnachten vor der Tür. Ein bisschen Tradition von zu Hause bestand aus Weihnachtsbaum schmücken (am 24.12.), Zimmer aufräumen (zu Hause wird ja auch das ganze Haus geputzt) und dann machten wir es uns schließlich gemütlich (so wie bei den Hoppenstedts). Wir hatten Wein, Zimt, Nelken, Zucker, Rum und Orangen gekauft und kochten endlich Glühwein und der leckere (alkoholische) Duft verbreitete sich in der ganzen Küche und Rezeption unserer Unterkunft. Das war unser Hoch der weihnachtlichen Gefühle. Mit einer Tasse dieser heißen Freude ging es dann schnell hoch ins Zimmer und wir schauten bei Kerzenschein und mit unserem Weihnachtsbaum „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ von Loriot. Das fühlte sich doch schon fast wie zu Hause bei Mutti und Vati auf der Couch an! Scheeen…


Den 25.12. wollten wir etwas Tolles unternehmen und gingen in den Zoo. Dieser war natürlich voller Besucher. Die Sonne schien und wir vergaßen in unseren kurzen Sachen schon bald, dass ja eigentliche Weihnachten ist. Wir sahen viele übliche Zootiere und vor allem peruanische Wildtiere, sehr Interessant. Am faszinierenden waren jedoch die Leute selbst mit ihren unproportionalen Körperformen.


Am Abend machten wir uns dann auf den Weg zu unserem köstlichen Weihnachtsessen: Ein Sushirestaurant. Dieses hatten wir zwei Tage vorher herausgesucht und uns mit Nachfragen abgesichert, dass dieses zu Weihnachten geöffnet hat. Doch darauf konnten wir uns leider nicht verlassen, es hatte zu. So gab es für uns nur Sushi to go und wir aßen dieses zu Hause bei einem Film. Wie immer waren wir mehr als voll und fielen schon bald müde ins Bett.

Bis zum Flug luden wir noch den ein oder anderen Blogartikel hoch und recherchierten für Panama. Peru war kurz aber aufregend und wunderschön.

Beste Grüße
Lisa & Anne

Hier geht es zu den Lima-Bildern!

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Anne Matthes Verfasst von: