Wir haben das Paradies entdeckt!

Früh am Morgen wurden wir in unserem Hostel in Panama Stadt abgeholt. Zu viert plus Fahrer durften wir uns in einen kleinen Allrad-Toyota quetschen. Dabei waren wir doch geräumige Jeeps gewöhnt! Es war also wirklich eng. Nach ganzen zehn Minuten Fahrt legten wir unsere erste Pause ein, an einem Supermarkt. Man hätte noch schnell einen Kaffee kaufen können oder ein leckeres Sandwich. Doch wir waren alle viel zu müde, blieben im Auto sitzen und versuchten, unfreiwillig eng aneinandergekuschelt zu schlafen. Nach nur über 40 Minuten war unser Fahrer dann auch „schon“ zurück und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen oder besser erst einmal richtig beginnen. Nur kurz genossen wir Panamas Schnellstraße und bogen schon bald auf eine kurvenreiche Straße durch den Dschungel ab. Ab jetzt in nur zwei Stunden ging es per Auto einmal vom Pazifik zum Atlantik. Wild wurden wir in den Kurven hin und her geschleudert. Gut, dass wir so fest ineinander verkeilt waren. Zudem stank unser Fahrer noch sehr nach Schweiß, sodass die Fahrt zu einer kleinen Tortur wurde.

Irgendwann haben wir es jedoch geschafft und konnten an der atlantischen Küste aus dem Auto fallen und Luft holen! Das tat gut! Nun soll es mit den Boot auf zur Hook-Island gehen, wie uns bei der Tourbuchung versprochen wurde. Dann wurde uns gesagt, es ginge auf die Insel mit dem Namen Cocoblanco. Komisch. Wir fragten zur Sicherheit nach, aber egal. Alle Inseln sind doch hier das Paradies auf Erden. Wir hörten sogar später noch einen dritten Namen, aber den haben wir leider vergessen. Jedoch mussten wir erst einmal auf die restliche Gruppe warten, die noch nicht am Hafen eingetroffen war (darunter Anne und Peter aus der Heimat, die wir zuvor schon im Hostel kennengelernt hatten). Nach geschlagenen 1,5 Stunden kamen auch diese sichtlich genervt an. Ihr Fahrer hatte den Führerschein vergessen und ist gleich zweimal in eine Polizeikontrolle geraten. Endlose Diskussionen und Herumtelefonieren mit dem „Chef“ haben dann für die große Verspätung gesorgt. Doch nun ging es los!

Bei bewölktem Himmel kletterten wir alle ins Speedboot, welches uns zu unserer, welche auch immer das nun sein mag, Insel bringen sollte. Etwas nass und vom Winde verweht strandeten wir bald in unserem neuen Reich für die kommenden drei Tage: Am Strand von Aroma Island – Überraschung! Doch diese Insel gefiel uns auf jeden Fall! Weißer Strand, Palmen soweit das Auge blickte (also auf der ganzen Insel) und türkisblaues Wasser. Auf der Insel waren Palmenhäuser, Zelte und Hängematten gleichmäßig verteilt und wir platzten fast vor Freude! Vor lauter Begeisterung mussten wir für Freunde ein kleines Video aufnehmen, wie wir am Strand entlang in nur fünf Minuten die Insel umrundeten.

Schon bald hatten wir uns von den Ureinwohnern, die Kunas, eine Kokosnuss aufschlagen lassen, mit Rum gepimpt und ließen uns mit der Luftmatratze im Wasser treiben. Doch Achtung Seeigel! Wenn der Meeresboden unter einem dunkel wird, heißt es: Der Boden ist Lava! Wir sind ungeschoren davon gekommen, doch immer wieder trat oder fasste jemand der Inselbesucher in einen Seeigel. Doch das war auch der einzige Nachteil. Sonst ging es hier allen pudelwohl und wir genossen das Dasein noch und nöcher!

Am Abend quasselten wir mit anderen Backpackern bei noch mehr Rum bis spät in die Nacht. Dann krabbelten wir in unser Zelt und wurden nach einer guten Mütze Schlaf am nächsten Morgen mit dem Trompeten durch eine Riesenmuschel geweckt. Es gab Frühstück und danach ging es auf eine Tour!

Wir kletterten mit Luftmatratze und Sonnencreme ins Speedboot und schossen zur nächsten Paradiesinsel. Heute schien die Sonne mit aller Kraft. Um uns herum überall nur winzige Inseln. Es war unglaublich. Wir plantschten nun eben an einer anderen Insel, die noch kleiner war als die Isla Aroma, mit unserer Luftmatratze im Wasser. Zum Mittag ging es auf eine ähnlich große weitere Insel. Es gab leckeren Fisch und Reis und zudem riesengroße Seesterne zu bestaunen. Wie schon vorher bei anderen Touris abgeguckt, hoben auch wir diese für ein paar Sekunden aus dem Wasser, so fasziniert waren wir von diesen. Upps, das war aber leider schlecht. Erst danach erfuhren wir, dass das natürlich den Tierchen nicht gut tut. Viele Touris übertreiben es und holen die Sterne für mehrere Minuten aus dem Wasser. Wir haben nun dennoch diese bösen Fotos von uns mit den wunderhübschen Seesternen und hoffen, dass diese es unbeschadet überstanden haben.

Als letzten Stop besuchten wir den „Swimming Pool“, eine riesige blaue Sandbank mitten im Meer zwischen all den Inseln. Hier wurde Volleyball gespielt und es gab zur Freude aller kühles Bier! Dann ging es wieder auf zur Heimatinsel, wo wir uns wieder eine Kokosnuss gönnten und einfach nur relaxten. Trotz ständigem (Mutti, ich schwöre!) eincremen, holte sich jeder einen dicken Sonnenbrand und wir wissen nun, warum man in Panama Sonnencreme mit dem UV-Schutzfaktor 100 kaufen kann. Wir haben vorher gar nicht gewusst, dass es das überhaupt gibt!

Am nächsten Tag machten wir eine ähnliche Tour. Unsere Mittagspause machten wir jedoch auf einer wahnsinnig großen Insel. Hier braucht man geschlagene 15 Minuten, um einmal um sie herumzulaufen. Nach dieser anstrengenden Wanderung wurden wir mit gegrilltem Hähnchen, Reis und Salat belohnt. Essen direkt am Strand – lecker! Auch hatte man von dieser Insel einen guten Blick auf ein Schiffswrack. Auch wenn uns die Geschichte hinter diesem schleierhaft bleibt. Jedem hatte unser Guide etwas anderes erzählt und Recherchen von fleißigen Backpackern brachten noch einmal ganz andere Fakten hervor. Anscheinend hat es aber etwas mit Drogenschmugglern aus Kolumbien zu tun und es gab wohl einige Tote. Auch sei es nur einige Monate her. Wer weiß…

Danach ging es noch einmal zum Swimming Pool: Plantschen, Sonnenbrand unterm Wasser verstecken und Bier trinken war angesagt. Dann ging es zurück zu unserer Hauptinsel und wir packten unsere Sachen. Vorbei war dieses wahnsinnig tolle Erlebnis und wir freuten uns schon auf unsere schauklige Fahrt durch den Dschungel zurück nach Panama! Doch zuvor hatten wir dieses Mal eine kleine Panne auf dem Wasser: Der Motor ging aus und das Boot stoppte mitten auf dem Wasser. Nach vielen Versuchen startete einer der beiden Motoren und wir tuckerten mit langsamer Geschwindigkeit zur nächsten Insel – erstmal tanken…

Sonnige Grüße von den Piraten – Yo-ho-ho!
Ahoi, Lisa & Anne

Hier geht’s zu den Fotos, die euch ohne Ende neidisch machen werden!

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Ein Kommentar

  1. Alex M.
    17. Januar 2017

    Woooow echt der Wahnsinn! Was würde ich dafür geben, jetzt auch in der Sonne zu liegen.

    Ein bisschen gemein uns nochmal so neidisch zu machen auf den letzten Metern, aber genießt die Zeit einfach für uns mit 😉

    Bis ganz bald und liebe Grüße aus Deutschland.

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